Plötzlich Prinz: Das Schicksal der Feen – Julie Kagawa

Plötzlich Prinz

„Mein Name ist Ethan Chase.
Vor knapp einer Woche wurde ich ins Land der Feen verschleppt.
Schon wieder.“


Vorsicht! Dies ist der zweite Band sowie ein Spin-Off der Reihe „Plötzlich Fee“. Somit enthält dieser Beitrag Spoiler! 

Zusammenfassung:

Ethan Chase ist nach einer Woche, in der er des Öfteren fast umgebracht wurde, zurück aus der Welt der Feen, dem Nimmernie. Froh, sein Leben weiter führen und die ihm so verhassten Feen wieder ignorieren zu können, kehrt er nach Hause und in die Schule zurück, in der sich schon Zahlreiche Gerüchte um sein Verschwinden ranken. Ein Grund, weshalb sein  Verschwinden so großes Aufsehen erregt hat, ist, dass er zusammen mit der beliebten und Leukämie erkrankten Mackenzie St.James, Kenzie genannt, das Abenteuer im Feenreich bestritten hat, deren Verschwinden für einen Aufschrei an der ganzen Schule gesorgt und Ethans Image noch schlechter gemacht hat, als es schon gewesen ist.  Dass er schon an seinem ersten Tag zurück in der Schule ins Büro des Direktors gerufen wird, wo schon die Polizei wartet, um ihm Fragen über seinen Verbleib sowie über die total veränderte Halbfee Todd Wynham zu stellen, bringt die Gerüchteküche erst recht zum Brodeln. Da er und Kenzie sich auf die Story geeinigt haben, dass Ethan sie auf ihre Bitte hin, nach New York gefahren hat, weil sie unbedingt nochmal diese Stadt sehen wollte, ehe die Leukämie ihr die Möglichkeit dazu nimmt, bleiben ihm weitere Konsequenzen erspart.

Dass Kenzie sofort nach ihrem Trip mit Ethan im Krankenhaus landet, scheint die komplette Schule gegen den Jungen mit dem Blick anzustacheln, da für seine engstirnigen Mitschüler eindeutig er die Schuld trägt, dabei macht er sich selbst schon die größten Vorwürfe, dass er dem mutigen Mädchen, für das er immer mehr Gefühle entwickelt, zu viel zugemutet haben könnte.

Jedoch ist die Schule, trotz prügelnder, hohlköpfiger Quarterbacks eindeutig nicht Ethans größtes Problem, denn sein Neffe Keirran ist spurlos verschwunden und nachdem sich nicht nur seine Schwester, die Eiserne Königin Meghan, sondern auch die verbannte Sommerfee Annwyl, Keirrans verbotene Liebe, deswegen an ihn wenden, beschließt er sich trotz seines Widerwillens ein weiteres Mal in die Angelegenheiten der Feen einzumischen und seinen Neffen zu suchen, der verzweifelt nach einem Weg sucht seine geliebte Annwyl zu retten, die nach den Torturen bei den Vergessenen schneller als normale Verbannte dahinzuschwinden begonnen hat. Doch wie weit würde der junge Prinz für die Liebe gehen, wenn sein Vater dafür schon bis ans Ende der Welt gegangen ist und wird sich die Prophezeiung von Ethans Tod erfüllen und Keirran dem Bösen verfallen, wie es das Orakel befürchtet hat? Diese Fragen werden in diesem Teil auf jeden Fall gelüftet, doch man darf auch nicht zu viel verraten.

Meine Meinung:

Wie schon im ersten Band, hatte ich durch meine Begeisterung an „Plötzlich Fee“ hohe Anforderungen an dieses Buch, die hier im Gegensatz zum ersten Band jedoch nicht enttäuscht wurden. Während ich im ersten Band des öfteren genervt von Ethans nörgelnder Art und seinem Gemecker über die schrecklichen Feen war, war das im zweiten Teil glücklicherweise nicht der Fall, vielleicht hängt diese Tatsache teilweise mit seinen Gefühlen zu der taffen und rebellischen Kenzie zusammen, die durch ihre sture und erfrischend optimistische Art, die so anders ist als Ethans, auch in „Das Schicksal der Feen“ viel frischen Wind in die Story bringt. Ethans positive Entwicklung ist deutlich sichtbar (Frauen machen eben alles besser 😉 ) und macht mir somit alles wieder sympathischer, da nichts schlimmer ist, als ein Protagonist, von dem man genervt ist.

Die Story selbst ist wieder mal vielschichtig und reißt den Leser mit, wie man es von Julie Kagawa kennt und liebt. Natürlich ist es schade, dass tolle Charaktere aus „Plötzlich Fee“, wie Ash und Meghan nur selten Auftauchen, doch ihre Geschichte ist vorbei. Dafür finden Puck und Grim wieder mehr Platz (Das Nimmernie ohne Grim geht auch nicht!) und sorgen wie schon bei Meghan für das gewisse Etwas.

Das schlimmste war auch hier wieder das innige Mitfiebern mit den Charakteren, da sich Höhen und Tiefen so schnell (aber nicht zu schnell) abwechseln, dass es nie langweilig wird und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.  Ich habe schallend gelacht und nicht selten stand ich völlig neben mir vor Erschütterung, vor allem das Ende, das einen zwar mit vielen Antworten, jedoch mit mindestens genauso vielen neu aufgestellten Fragen zurücklässt, doch ich will nicht zu viel verraten.

Etwas, was mir persönlich sehr gefallen hat, waren immer wieder aufkommende Parallelen zwischen den Charakteren von „Plötzlich Fee“ & „Plötzlich Prinz“, die die enge Familiäre und/oder das Schicksal betreffende Verbundenheit verdeutlichen. Wie Puck zum Beispiel schon des Öfteren feststellt, haben Keirran und Ethan gewisse Ähnlichkeit mit dem Gespann Ash und Puck, das vor vielen Jahren das Nimmernie gemeinsam unsicher machte und auch Keirrans Art und seine grenzenlose Liebe zu Annwyl erinnert doch stark an einen gewissen Feenvater, der bis ans Ende der Welt ging, um bei seiner wahren Liebe zu sein. Diese kleinen Feinheiten, die man als Fan der Reihe leicht erkennt, sehe zumindest ich immer wieder gerne.

Alles in allem bekommt die Reihe von mir 4,5 von 5 Sternen. Den halben Stern Abzug gibt es, weil Ethans Art an manchen Stellen immer noch recht anstrengend war, doch das ist wohl etwas, zu dem jeder eine eigene Meinung hat.

img001img001img001img001img01 4,5/5

479 Seiten

Gebundene Ausgabe: 16,99€

eBook: 13,99€

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