Chroniken der Unterwelt: City of Heavenly Fire – Cassandra Clare

CdU

„Wir alle sind die Summe dessen, woran wir uns erinnern.

In uns tragen wir die Hoffnungen und Ängste derjenigen, die uns lieben.

Und solange die Liebe und die Erinnerung in unserem Herzen lebendig bleiben,

ist niemand jemals wahrhaftig vergessen und vergangen.


Vorsicht! Dies ist der letzte Band der Reihe „Chroniken der Unterwelt“. Somit enthält dieser Beitrag Spoiler! 

Zusammenfassung:

Eigentlich sollte man meinen, Clary und ihren Freunden sei endlich einmal eine Pause vergönnt, nachdem Valentin tot und Jace von dem Band mit Jonathan – oder eher Sebastian, wie er sich nennt –  befreit worden ist, doch es ist noch lange nicht vorbei. Denn das himmlische Feuer aus dem Schwert Glorius schlummert – oder eher lodert – nun in Jace und lässt sich nicht kontrollieren, während Sebastian mit dem Höllenkelch frei herumläuft und Erdunkelte, durch den Kelch böse gewordene Schattenjäger, erschafft.

Die immer wieder wechselnden Perspektiven ermöglichen dem Leser nicht nur Einblicke in die Gefühlswelt und die Abenteuer von Clary, sondern auch auch in die ihrer Freunde sowie von Emma Carstairs und Julian Blackthorn. Diese sind, zusammen mit Julians Geschwistern, die einzigen Überlebenden eines Angriffs auf das Institut von Los Angeles. Diesen führte Sebastian an, der schon davor mehrere Institute angegriffen hat, bei denen es jedoch keine Überlebenden gab, da alle, die das richtige Alter hatten, verwandelt und der Rest getötet worden ist. Somit spielen die beiden etwa 12 Jährigen und ihre jüngeren Geschwister eine wichtige Nebenrolle, wobei auch deren eigene Geschichte erzählt wird, die mit diesem Buch auf jeden Fall noch nicht beendet zu sein scheint, da, was ihre Geschichte angeht, noch einige offene Fragen in der Luft schweben. Was die Geschichte zwischen Clary und ihrem Bruder mit Dämonenblut in den Adern sowie ihre Beziehung zu Jace betrifft, klären sich die bisher noch offenen Fragen und Spannungen hier endgültig auf, wie es sich für das Ende einer Reihe gehört. Genauso bekommt man Klarheit darüber, ob Magnus Bane und Alec Lightwood letztendlich zusammenkommen und auch das, was sich zwischen Isabelle Lightwood und dem Vampir und Clarys bestem Freund, Simon Lewis, anbahnt, bekommt deutliche Züge, wobei eine unvorhersehbare Wende kurz vor dem Happy End nochmal das Herz der Leser vor Schock und Hoffnung höher schlagen lässt.

Wie immer müssen Clary und ihre Freunde die Welt retten und wie immer können sie sich dabei nicht auf den Rat der Schattenjäger verlassen, der veraltet scheint und nie das tut, was am schnellsten zu einer Lösung ohne Folgen führt. Die Gefahren, denen sie dabei ins Auge sehen müssen, sind jedoch neu und gefährlicher denn je, vor allem, da sie sogar in eine fremde Dimension reisen müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Keiner von ihnen weiß, wer es überleben wird und wer nicht, denn es gibt viele Tote und noch mehr Opfer, die gebracht werden müssen und die das Geschehen mit sich bringt. Doch wer überlebt? Wer stirbtstirbt? Und kann Sebastian gestoppt werde, bevor er alles zerstört, wofür die Nephilim stehen?

Meine Meinung:

Was ich gleich zu Anfang sagen kann ist, dass das Finale der Chroniken der Unterwelt auf jeden Fall besser ist als seine beiden Vorgänger. Jace ist wieder deutlich sympathischer und meckert nicht mehr so viel rum, außerdem dreht sich auch die Handlung nicht mehr so furchtbar im Kreis. Ich hatte es eine ganze Weile lang aufgeschoben dieses Buch zu lesen, weil ich nicht wusste, was mich erwartet und weil ich von Band 4 sowie 5 ziemlich enttäuscht wurde sowie nicht wollte, dass dies nochmal passiert. Diese Angst war jedoch unbegründet, denn die Geschichte scheint zum Finale hin das, was am Anfang so fesselnd an der Geschichte war, wiedergefunden zu haben und es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen (Bei bei fast 900 Seiten bedeutet dies ein Wochenende mit nur 4 Stunden Schlaf). Auch, wenn es anfangs schwer war, sich wieder rein zu finden, nachdem der letzte Teil schon so einige Monate her ist, so war man nach einer Weile auch trotz Erinnerungslücken wieder im Geschehen drinnen und konnte dem fliesenden Schreibstil von Cassandra Clare folgen.

Ein negativer Aspekt, der jedoch Geschmackssache ist, ist die Tatsache, dass die Autorin in ihren Büchern gerne und oft die Perspektiven wechselt und das in den ungünstigsten Spannungsmomenten. Was wahrscheinlich dem Spannungsaufbau dienen soll. Bei mir führt dies jedoch zu mangelnder Konzentration auf diese Einschübe und ein Gefühl, als könnte ich mich einfach nie komplett in die Personen hineinversetzen, weil ich so schnell wieder aus ihnen ‚hinausbefördert‘ wurde. Dieses Gefühl wurde dadurch, dass es keine Ich-Perspektive gab, die ich bevorzuge, bestärkt.

Manchmal trieb mich der Wechsel der Handlung und Personen regelrecht in den Wahnsinn und ich musste das Buch kurz zur Seite legen und tief durchatmen, um mich in Geduld zu üben, denn ich lese nur ungern über irgendwelche Personen an einem vollkommen anderen Ort und über eine andere Sache, wenn eine andere Person gerade vor einer wichtigen Entscheidung steht, die so vieles ausmachen könnte.

Das ist natürlich etwas, bei dem jeder für sich entscheiden muss, wie er dazu steht, doch für mich ist ein ein Punkt, der mir etwas von diesem Buch genommen hat, sodass ich insgesamt auf 3,5 von 5 Sternen komme.

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3,5/5

889 Seiten

Gebundene Ausgabe: 24,99€

eBook: 19,99€

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