Die Jungfrau von Orleans – Friedrich Schiller

DSC_007677

Denn eine andre Herde muss ich weiden,
Dort auf dem blut´gen Felde der Gefahr,
So ist des Geistes Ruf an mich ergangen,
Mich treibt nicht eitles, irdisches verlangen


Zusammenfassung:

Die romantische Tragödie handelt von der heiligen Johanna von Orlenas (Jeanne d’Arc), die wirklich gelebt hat und eine historisch nicht ganz unbekannte Person ist. Jedoch ist der Inhalt des Dramas anders, als das wirkliche Geschehen.
Johanna d´Arc wächst als Hirtentochter auf und schon im Prolog wird klar, dass sie anders ist, als andere junge Frauen. Sie zeigt keinerlei Interesse an einer Vermählung, ganz im Gegensatz zu ihren zwei älteren Schwestern und ist lieber alleine auf einem Berg unter einem Druidenbaum, als in Gesellschaft anderer.  Währenddessen weitet sich der krieg um die Herrschaft über Frankreich immer weiter aus und König Karl, der Dauphin von Frankreich, scheint keine Chance gegen das vereinte England und Burgund zu haben, weshalb alles verloren für ihn scheint. Doch Gottes Wille scheint anders auszusehen, denn Johanna ist Feuer und Flamme, wenn es um den Krieg geht und hält deshalb inbrünstige Monologe über diesen, wobei man in einem von diesen von ihrer gottgegebenen Bestimmung erfährt. Diese besteht darin, das Heer des Dauphins zum Sieg zu führen, indem sie mit Flagge und Schwert dieses anführt, als heilige Jungfrau. Ein Beweis für ihre Heiligkeit ist unter anderem, wie sie nur mit Worten das Kriegsbeil zwischen Frankreich und Burgund begräbt und Frankreich somit einen weiteren großen Vorteil erschafft.
Jedoch sind nicht alle davon überzeugt, dass ihre Macht von Gott kommt, vor allem ihr Vater ist sich sicher, dass nicht Gott, sondern der Teufel bei dem ganzen seine Finger im Spiel hat. Hinzu kommt, dass auch das Herz einer von Gott gesandten manchmal tut, was es will, weshalb Johanna, als sie Lionel, einen der englischen Anführer, sieht, Gefühle für diesen entwickelt, genauso wie er für sie. Diese Tatsache erschüttert sie tief, da sie geschworen hat, dass ihr Herz immer nur Gott gehören würde. Sie weiß, dass es kein Mitleid war, das sie daran gehindert hat, ihn zu töten, denn sie hat schon andere getötet.
Das in Verbindung mit den Anschuldigungen ihres Vaters, sorgt bei der Siegesfeier  in Reims zu ehren König Karls dafür, dass die Leute nun doch in den Glauben fallen, sie währe, wie ihr Vater es behauptete, mit dem Teufel im Bunde, denn sie schweigt nur auf diese Anschuldigungen.
Sie wird verbannt und flieht mit dem einzigen, der noch an sie glaubt, Raimond, ein junger Mann, der schon mehrere Jahre erfolglos versucht hat, dass Johannas Herz für ihn schlägt. Johannas Verbannung hat unweigerliche Folgen. Der krieg wendet sich wieder und das Blatt wendet sich für die Engländer, die wieder die Sieger zu werden scheinen. Sie nehmen Johanna gefangen, als sie diese ausfindig machen und wollen sie umbringen lassen. Zuerst bringen sie sie jedoch zu Lionel, dessen Gefühle für sie ihr das Leben retten, da er jedem verbietet sie zu töten und sie lediglich als Gefangene halten lässt. Als sie mitbekommt, wie Frankreich endgültig zu verlieren droht, verleiht ihr dies übermenschliche Kräfte, die es ihr ermöglichen ihre Ketten zu zerreisen und sich für Frankreich in die Schlacht zu stürzen. Sie wendet erneut das Blatt und holt den Sieg für Frankreich, bezahlt diesen jedoch mit ihrem Leben.

Meine Meinung:

Ganz freiwillig habe ich diese Lektüre nicht gelesen, sie stand um genau zu sein auf der Leseliste für den Deutsch LK :D. Deshalb bekommt das Drama von mir auch keine Bewertung, da es zu unobjektiv wäre. Meine Meinung möchte ich, unabhängig der altertümlichen Ausdrucksweise trotzdem ausdrücken, da es mir in den Fingern juckt!
Wenn man sich an die Ausdrucksweise gewöhnt hatte, war es teilweise sogar ganz interessant zu lesen, vor allem, weil Johanna eine sehr mutige, starke und selbstbewusste Frau ist. Jedoch war ich am Ende doch ziemlich enttäuscht, da mir vieles irgendwie so schien, als fehlte mir etwas. Zum Beispiel bei der ‚Liebesbeziehung‘ zu Lionel. Das ganze platzte wie eine Bombe, verlor jedoch jegliche Wirkung, da es einem nur kurz angerissen schien und Johanna mehr Zeit damit verbrachte sich sorgen um ihre Gefühle zu machen (Sie hat ihm nur einmal kurz in die Augen gesehen!!) und dass sie ein Verrat an ihrem Versprechen seien, als damit überhaupt eine wirkliche Beziehung zu führen. Das Drama um dieses war größer, als es meiner Meinung nach nötig gewesen wäre. Plötzlich war Johanna eine komplett andere Person, schwach, unsicher und bekam oft kaum ein Wort raus! Auch, dass sie geschwiegen hat, als ihr Vater mit Anschuldigungen ankam, die nicht stimmten, fand ich zum verzweifeln. Denn sonst hat sie auch nie damit gespart zu verkünden, wer sie war und wer sie schickte.
Alles in allem würde ich sagen, dass ich schon bessere Dramen gelesen habe. Goethes „Die Leiden des Jungen Werthers“ hat mir dann doch eher gefallen.

Advertisements

3 Gedanken zu “Die Jungfrau von Orleans – Friedrich Schiller

Was sagst du? Schreib deine Meinung!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s