Kirschroter Sommer – Carina Bartsch

Kirschroter sommer

‚Nachdem er zum fünften Mal aufgerutscht und ich zum fünften Mal weggerutscht war, setzte er erneut an.
„Emely, du musst mir dringend bei etwas helfen.“
Ohne zu wissen, was er überhaupt wollte, gab ich ihm seine Antwort.
„Immer mit der Hand rauf und runter,
das schaffst du auch ohne mich.‘


Zusammenfassung:

 Vor Sieben Jahren: Emely Winter, süße 16, wohnhaft in Neustadt, ist das erste Mal verliebt aber so richtig und über beide Ohren und das in Elyas Schwarz. Leider bricht dieser ihr ziemlich grausam das Herz.
Heute: Emely, mittlerweile Literaturwissenschaften studierend und wohnhaft in Berlin, freut sich darüber, dass ihre beste Freundin Alex endlich zu ihr nach Berlin zieht, nachdem sie ihr Studium in München abgebrochen hat. Zu ihrem Leidwesen zieht diese zu ihrem Bruder in die Wohnung, dieser ist niemand anderes als die Person, die sie von ganzem Herzen hasst und das mehr, als jeden anderen auf der Welt: Das Arschloch mit den wundervollen türkisblauen Augen, auch bekannt unter dem Namen Elyas Schwarz.
Der Junger, mittlerweile jedoch ein ziemlich attraktiver Mann, der sie damals so sehr verletzt hat, dass sie ihm nie verzeihen konnte, ist nun wieder ein Teil ihres Lebens uns scheint es ihr mit seinen anzüglichen Sprüchen, die sie immer wieder zur Weißglut treiben, wohl zur Hölle machen zu wollen. Sie zeigt ihm jedoch von Anfang an deutlich was sie von ihm hält, nämlich nicht viel, und hat was Erwiderungen auf Elyas Worte angeht eine ziemlich scharfe Zunge. Was sie jedoch verwirrt, sind die Momente, in denen er auch anders ist. Wieso gibt er sich so viel Mühe, sie für sich zu gewinnen und nervt sie andauernd obwohl sie deutlich gezeigt hat, dass sie keine Lust hat, die Liste seiner Bettgeschichten zu verlängern.
Was bei Emely zusätzlich für Verwirrung sorgt, sind die E-Mails eines gewissen Luca, die so tiefgründig, interessiert und romantisch klingen. Doch wer ist der fremde, geheime und anscheinend schüchterne Verehrer? Eindeutig zu viele Fragen auf die Emely nur zu gerne eine Antwort hätte.

Meine Meinung:

Dieses Buch uns der ebenfalls auf dem oberen Bild abgebildete Nachfolger (Rezension schon in Planung), sorgten dafür, dass Schlaf in den letzten Nächten bei mir eher zweitrangig war, denn wo kein Platz zum lesen war, da musste man sich bei solch tollen Büchern eben welchen Schaffen! 😀
Ich kann nur tausendmal danke sagen, dass mir dieses Buch empfohlen wurde (von meiner lieblings Hochglanz-Ische, mein Lieblingswort aus den Büchern), es ist das erste Buch seit ziemlich langer Zeit, welches nicht zum Genre Fantasy gehört und komplett in unserer Welt spielt, sogar in Deutschland. Meistens habe ich das Gefühl, mir fehlt irgendwie etwas, wenn ich Liebesromane lese, die besondere Würze, die Fantasyromane für mich haben, doch hier war das nicht der Fall. Es hat mich also, auch wenn ich so viel Lob darüber gehört habe, wirklich positiv überrascht.
Was die Figuren betrifft, so sind diese ziemlich vielseitig und vielschichtig. Emely, die einerseits schüchtern andererseits auch ziemlich schlagfertig sein kann und Elyas, hinter dessen Machofassade manchmal eine wirklich liebevolle und einfühlsame Seite steckt. Alex, Emelys beste Freundin, der unglaublich optimistische und aufgedrehte Wirbelwind, der nie den Mund halten kann, überrascht vor allem im Thema Liebe. Dies macht die Personen deutlich sympathischer, doch etwas zu meckern hatte ich doch. Emely, die Anfangs noch mein Verständnis hatte, wurde mit der Zeit ein wenig anstrengend aufgrund ihres riesigen Misstrauens Elyas gegenüber und das selbst in Momenten in denen es wirklich nicht nötig war. Als ich dann jedoch die Hintergrundgeschichte erfuhr, konnte ich sie wieder besser verstehen,nichtsdestotrotz war es manchmal ein wenig übertrieben. Alex ist hingegen in ziemlich vielen Punkten Emelys Gegenteil, leider zu sehr. Ihre durchgeknallte Art und ihr manchmal ununterbrochenes Gerede würde ich nicht auf Dauer aushalten, zumindest nicht, wenn es um die Themen geht, die Alex so liebt (Eine war Stunde über ein Paar Schuhe stelle ich mir sehr anstrengend vor). Elyas hingegen wurde mir immer sympathischer und da habe ich sogar nichts zu meckern (Nein, es liegt nicht daran, wie gutaussehend er beschrieben wird und an der Tatsache, dass ich Türkise/blaue Augen liebe! :D).
Wen ich außerdem gerne noch erwähnen würde, wäre Emelys nymphomanisch veranlagte Mitbewohnerin Eva. Einfach, weil ihre direkte und lockere Art vor allem die Themen betreffend, in denen Emely so verschlossen ist, für manchmal witzige Gespräche zwischen den Beiden sorgen und noch bessere Gedankengänge von Emely verursachen.
Fast hätte ich die letzte wichtige Person vergessen: Luca, der wirklich die süßesten E-Mails schreiben kann. Seine Tiefgründigkeit und seine romantische Art ließen mich oft denken „Ich will auch!“, jedoch wunderte mich, dass Emely nicht darauf kam, wer der geheime Schreiber ist, meiner Meinung nach war das vor allem auf den letzten Seiten sehr offensichtlich.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gefallen, vor allem, weil man so herzhaft lachen konnte. Vor allem Elyas und Emely zusammen sorgten für Gefühlsausbrüche jeglicher Art, von Lachanfällen über verzückte Seufzer bis hin zu wilden Flüchen war alles dabei. Aufgrund der kleinen Kritikpunkte gibt es (nur) 4 von 5 Sternen.

img001img001img001img001 4/5
512 Seiten

Taschenbuch: 9,99€;
E-Book: 2,99€

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8 Gedanken zu “Kirschroter Sommer – Carina Bartsch

  1. Ich mag die Version „Emely“ irgendwie nicht. Sorry an alle Emelys da draußen! Finde „Emily“ schöner *aufdieSchulterklopf*. Aber ich werde immer falsch geschrieben.

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