Alles steht Kopf (Inside Out)

Inside Out

Mutters Wut: „Und dafür haben wir den brasilianischen Piloten abserviert?!“


Inhalt:

Mit der Geburt eines jeden Menschen, werden mit ihm zusammen auch seine Emotionen geboren und seine Emotionale Zentrale im Kopf aktiviert. So ist es auch bei der kleinen Riley. Freude ist die erste Emotion, die ihren Platz in Rileys Kopf findet, doch so geräumig bleibt es nicht lange, denn wo Freude ist, ist auch Kummer nicht weit, die Baby Riley zum Weinen bringt und somit ihren Platz an der Seite von Freude einnimmt. Mit ihrem Heranwachsen tauchen weitere Emotionen auf. Ekel, Trauer und Wut finden ihr Zuhause in Rileys Kopf und Prägen ihre Kindheit mit vielen verschiedenen Emotionen. Jedes Erlebnis und jede Erinnerung von Riley wird geprägt von eine der Emotionen und am Ende des Tages, wenn sie einschläft, werden diese ins Langzeitgedächtnis befördert, wobei Freude der „Chef“ ist und versucht dafür zu sorgen, dass Rileys Alltag hauptsächlich von freudigen Erinnerungen geprägt ist. Das gelingt ihr den Großteil von Rileys leben auch unglaublich gut.
Ganz besondere Erinnerungen in Rileys Leben, wie ihr erstes Tor beim Hockey zum Beispiel, werden zu Kernerinnerungen  und im Kontrollraum aufbewahrt. Sie machen Rileys Persönlichkeit aus, die nach 11 Jahren aus Familie, Freundschaft, Ehrlichkeit, Quatsch und Eishockey.
Somit könnte Rileys Leben eigentlich perfekt sein, wenn ihre Eltern nicht plötzlich die Entscheidung treffen würden, aus dem Haus, in dem sie ihre ganze Kindheit verbracht hat, nach San Francisco zu ziehen. Mit dem Umzug stehen Rileys Gefühle Kopf. Ihre Erinnerungen werden nicht mehr von Glück, sondern von Angst, Wut und Ekel dominiert, denn nicht nur, dass das neue Haus überhaupt nicht so toll aussieht wie erhofft, auch die Möbel kommen erst viel später an, als geplant und der erste Tag in der neuen Schule könnte deutlich besser sein.
Hinzu kommt, dass Kummer anscheinend kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht, da Freude versucht zu verhindern, dass diese überhaupt etwas anfasst, scheint sie sich durchgehend unruhig zu fühlen und fasst eine Kernerinnerung an, die sich daraufhin beginnt blau zu verfärben, in die Farbe des Kummers. Noch rechtzeitig entreist Freude ihr die Kernerinnerung, doch die restlichen Fallen aus ihren Verankerungen und Rollen im ganzen Kontrollzentrum herum, bis sie zusammen mit Kummer und Freude von einem der Transportrohre aufgesaugt und ins Langzeitgedächtnis befördert werden. Ein Schock für Angst, Wut und Ekel, denn was passiert mit einem 11-jährigen Mädchen, dass weder Freude verspüren kann, noch die Erinnerungen hat,  die ihre Persönlichkeit ausmachen? Es sorgt auf jeden Fall für eine Menge Ärger.

Meine Meinung:

Ich möchte zuerst einmal sagen, dass ich der Meinung bin, dass „Alles steht Kopf“ einer der besten Disney-Pixar Filme ist, den ich jemals gesehen habe. Er ist (wortwörtlich) unglaublich emotional und dazu noch lehrreich. Kindern wird auf eine bunte und witzige Weise erklärt, wie ihr Kopf funktioniert. Natürlich nicht fachgenau, doch so, dass sie es verstehen. Es wird deutlich, wieso alle unsere Emotionen wichtig sind, wieso zum Beispiel Kummer nicht nur schlecht ist und wieso auch Wut manchmal angebracht ist. Hauptpunkt des Films ist außerdem Veränderungen. Wie diese uns und unsere Emotionen reifen und sich verändern lassen. Die kleinen Wesen, die die Emotionen darstellen, sind wirklich süß gestaltet. Sie passen auch einfach. Gelb, als helle, freundliche Farbe für Freude. Rot mit Feuerfrisur für die feurige und leidenschaftliche Wut, ein blasses Lila für die Angst, die einen ganz blass im Gesicht werden lässt, ein giftiges Grün für den Ekel, die Farbe, die man mit Gemüse verbindet und welches Kind mag schon Gemüse :D? Und zu guter letzt ein kräftiges Blau, das ein wenig an klares Wasser erinnert, Wasser voller Kummer, der einen ertränkt.
Die witzigen Diskussionen zwischen den Emotionen in Rileys Kopf, erinnern ein wenig an die ‚Stimmen‘ in unserem Kopf, an spontane Gedanken, die uns durch den Kopf gehen, wenn wir Situationen abwägen oder mit Problemen konfrontiert werden, weshalb man einfach eine gewisse Verbindung zu dem Film aufbaut, denn wir stellen uns vor, wie es wohl bei uns im Kopf mit solchen Wesen aussehen würde (Oder bin ich die Einzige? XD)
Alles in allem merkt man also, wie begeistert ich von „Alles steht Kopf“ bin. Dementsprechend gibt es von mir 5 von 5 Sternen.

Emotionenimg001img001img001img001img001 5/5

Regie: Pete Docter
Drehbuch: Pete Docter, Meg LeFauve, Josh Cooley
Produktion: Jonas Rivera
Verleih: Walt Disney
Länge: 94 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Start: 1. Oktober 2015

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4 Gedanken zu “Alles steht Kopf (Inside Out)

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