Die Vorsehung

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Katherine Cowles“Bei allem Respekt, ich halte nicht das Geringste von paranormalen Phänomenen“
John Clancy:“Ist kein Problem, mir geht`s genauso mit Psychoanalytikern.“


Inhalt:

„Die Vorsehung“ ist ein US-Amerikanischer Thriller, der am 31.12.2015 in den deutschen Kinos erschienen ist.
Das FBI steht vor einem Rätsel. Ein Serienkiller (Colin Farrell) tötet Menschen mit einem gezielten Stich in den Hinterkopf. Ein schmerzloser Mord von Leuten, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Joe Merriweather (Jeffrey Dean Morgan) und Katherine Cowles (Abbie Cornish)leiten den scheinbar unlösbaren Fall, denn der Täter hinterlässt nichts, als würde er nicht existieren, als wäre er allen anderen immer einen Schritt voraus. Das Einzige, was der Mörder neben der Leichte hinterlässt, sind Zettel mit kurzen getippten Mitteilungen, die das FBI nur noch mehr verwirren.
Joe sieht keine andere Möglichkeit, als seinen alten Freund John Clancy  (Anthony Hopkins) um Hilfe zu bitten. Der ehemalige Arzt, lebt seit dem durch Leukämie verursachten Tod seiner einzigen Tochter abgeschieden in einem alten Haus. Auch, wenn er früher mit seinen hellseherischen  Fähigkeiten immer wieder dem FBi bei Lösen von Fällen geholfen hat, so will er nun nichts mehr davon wissen und einfach in Ruhe gelassen werden.
Nur mit Mühe gelinkt er der temperamentvollen Psychoanalytikerin Kathrine und dem FBI Agenten Joe ihn zu überreden. Dabei werden den Zuschauern immer wieder Bruchstücke seiner Visionen gezeigt, die beunruhigend viel mit Tod und Blut zutun haben. Als dann die Vermutung aufkommt, dass der Täter genauso wie John mehr mentale Fähigkeiten besitzt, als ein ’normaler‘ Mensch, scheint der Fall außer Kontrolle zu geraten. John droht mit seinem Ausstieg und das berechtigt, denn wie soll man jemanden fassen, der immer deinen nächsten Schritt voraussieht? Und hat es überhaupt einen Sinn es zu versuchen, wenn man erst seine Beweggründe erfährt?

Meine Meinung:

Das war das erste Mal, dass ich einen Thriller im Kino geschaut habe und ich bin ziemlich positiv überrascht. Was mir gefallen hat, war der leichte hauch von Fantasy, den der Thriller beinhaltete. Meiner Meinung nach, gibt das einem Thriller oft den gewissen Touch, aber eins nach dem anderen.
Die Geschichte, ist spannend gestaltet, sodass man eigentlich den ganzen Film über mitfiebert. Was ihn außerdem noch interessant macht, sind die unterschiedlichen Charaktere. Der FBI Agent Joe liebt seine Familie, ist fröhlich, optimistisch aber auch zielstrebig, wenn es um seinen Beruf geht. Die junge Agentin und Psychoanalytikerin Kathrine ist taff,  kritisch und würde alles dafür geben, diesen Serienkiller zu schnappen, den sie einfach nicht analysieren kann. John ist im Gegenteil zu Joe ehr ein Pessimist, oft mürrisch, manchmal wahrscheinlich auch zynisch und verschlossen, jedoch treu, vor allem seinem alten freund Joe gegenüber. Die Kombination aus diesen drei Persönlichkeiten, die zusammenarbeiten, bildet ein klasse Team und es entsteht keine Langeweile, wenn man die Ermittlungen mitverfolgt.
Eine ganz besondere Persönlichkeit ist natürlich der Killer selbst, Charles Ambrose. Was man von diesem halten soll, ist nicht ganz klar, vor allem seine Beweggründe für die Morde, lassen einen grübelnd zurück (wobei ich jetzt natürlich nicht zu viel verraten möchte, sonst ist es ja langweilig). Er scheint intelligent zu sein und ebenfalls nicht ganz normal, das verstärkt die Spannung, denn man möchte unbedingt wissen, was ist dieser Killer den nun für eine Person?
Oft genug hat der Film dafür gesorgt, dass ich ziemlich stark zusammengezuckt bin oder angeekelt wegschauen musste, es heißt schließlich nicht um sonst FSK16. Total schaurig oder zum Kreischen war er jedoch nicht, was ich weder als Vor- noch als Nachteil sehe, manchen gefällt es ja, wenn es schaurig ist. Die Musik wurde ziemlich gut eingesetzt um für Spannung zu sorgen, selbst an Stellen, die eigentlich völlig ereignislos waren, wurde durch dramatische Musik eine Spannung vermittelt, die einen ohne zu blinzeln die Handlung verfolgen ließ.
Das Filmplakat, finde ich persönlich ja nicht ganz passend, denn dort sind lediglich Anthony Hopkins und Colin Farrell drauf, obwohl letzterer erst wirklich spät im Film auf den Plan tritt (logisch, man kann den Täter ja nicht schon am Anfang zeigen :D).
Alles in allem ein wirklich guter Film. Er ist spannend und regt zum Nachdenken an, jedoch nicht so überragend, dass ich ihn mir unbedingt noch einmal ansehen müsste, dafür hat das gewisse Etwas gefehlt, vielleicht hat auch einfach der Trailer schon zu viel verraten und somit dieses gewisse etwas genommen. Deshalb gibt es ’nur‘ 4/5 Sternen.

– SPOILER (Für alle, die den Film gesehen haben) –

Es gibt zweierlei Sachen, die mich einfach zu sehr beschäftigen, als dass ich sie unerwähnt lassen könnte. Ersteres ist das Ende des Films. Der Film endet, indem man Joe bei seiner Tochter am Krankenbett sieht, also eine Rückblende (könnte man meinen). Dort leistet er im Prinzip nicht ganz legale Sterbehilfe, da er die Schmerzen, die seiner Tochter hat, einfach nicht mit ansehen kann. Bei einer Diskussion nach dem Film, kamen wir zu der Möglichkeit, dass diese Szene womöglich gar keine Rückblende war, sondern die Gegenwart zeigte, womit der ganze Film eine einzige Vision gewesen wäre. Was haltet ihr von dieser Möglichkeit, die doch eigentlich ganz interessant und ziemlich einleuchtend klingt?
Die zweite Sache, die einen beschäftigt, sind Charles Beweggründe für die Morde. er ermordete nur Menschen, die sowieso dem Tod geweiht waren, weil sie an einer unheilbaren Krankheit litten und ihnen nur noch Tage voller Qualen bevorstanden. Durch seine Fähigkeiten sah er das und tötete sie, völlig schmerzlos, noch bevor die Qualen einsetzen konnten. Manchen bescherte er kurz davor sogar noch einen schönen Moment (die mit HIV infizierte Frau, die von ihrem Freund verlassen wurde). Und während des Films, wird Joe die Frage gestellt, ob Charles nicht eigentlich das richtige tut, indem er Menschen hilft. Ich finde, dass das eine moralische Frage ist, bei der es für beide Seiten unglaublich viele Pros sowie Contras gibt (Eigentlich ein ganz aktuelles Thema, Sterbehilfe von Todgeweihten). Ich stehe ja eher auf keiner Seite sondern in der Mitte, denn wie kann man einem Menschen diese wichtige Entscheidung abnehmen, wenn es doch sein Leben ist. Worauf ich hinaus will: Hat euch diese Tatsache auch so zum Nachdenken angeregt, oder denke ich einfach zu viel? 😀

– SPOILER ENDE –

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die-vorsehung-2014-filmplakat-rcm236x336uRegie: Afonso Poyart
Drehbuch: Sean Bailey, Ted Griffin
Besetung: Jeffrey Dean Morgan: Joe Merriweather
                     Anthony Hopkins: John Clancy
                     Colin Farrell: Charles Ambrose
                     Abbie Cornish: Katherine Cowles

Länge: 101Minuten
FSK: 16
Start: 31. Dezember 2015

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Ein Gedanke zu “Die Vorsehung

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