Von den Sternen geküsst – Amy Plum

Von den Sternen geküsst.jpg
Trotzdem hatte ich plötzlich keine Angst mehr.
Denn ich werde Violette mit einer mächtigen,
doch unsichtbaren Waffe gegenübertreten:
Liebe


Vorsicht! Dies ist der 3. Band der Revenant-Trilogie. Somit enthält dieser Beitrag Spoiler!

Inhalt:

Schlimmer hätte es nicht kommen können. Vincent ist tot und seine ‚volante‘ Seele an Violette, eine Bardia, die zu den bösen Numa gewechselt ist, gefesselt. Sie will die Kräfte des Meisters, einem Bardia mit überragenden Fähigkeiten, und alles deutet darauf hin, dass Vincent dieser Meister ist. Kate, total fertig von den Umständen, klammert sich an jeden noch so kleinen Hoffnungsschimmer, auch wenn das nur heißt, Vincents Seele zu bewahren und ihn nur noch hören, jedoch nicht mehr berühren zu können. Wenn Violette nämlich das Ritual zur Kräfteübertragung durchführt, würde seine Seele mit ihrer verschmelzen und Vincent wäre endgültig fort.
Als wäre das noch nicht genug, würde es dazu noch zu einem riesigen Chaos in Paris, wenn nicht in ganz Frankreich führen, denn Bardia sorgen bei Menschen für Selbstmorde, Misshandlungen und Bürgerkriege, holen das Böse in ihnen zum Vorschein. Somit setzen die Bardia, die guten Revenants Frankreichs alles daran, Violette zu stoppen. Doch was soll man tun, wenn man keine Ahnung hat, wie man das schlimmste verhindern soll und auch noch in der Unterzahl ist? Wird Kate Vincents Stimme jemals wieder hören, oder – was noch unwahrscheinlicher ist – sehen oder werden sie alle unter der Teufelsherrschaft von Violette über die Numa ihr Ende finden?

Meine Meinung:

Das Buch begann ja schon einmal mit einem Desaster, also Inhaltlich, denn Vincents ziemlich endgültiger Tod am Ende des letzten Buches sowie der Kampf, ließen Kate ziemlich zerstört zurück, jedoch eindeutig eher psychisch als Körperlich und das trotz gebrochenem Schlüsselbein und vielen blauen Flecken.
Anfangs war es etwas schwierig wieder in das Buch hineinzukommen, vor allem bei „Bran“ musste ich einige Seiten lesen, ehe ich mich wieder daran erinnern konnte, wer das eigentlich war, da es irgendwann auch wieder erwähnt wurde. Bei den anderen, den Charakteren, die man bereits aus dem ersten Buch kennt und die Kate am nächsten stehen, war das dann deutlich einfacher, jedoch finde ich vor allem in Fantasybüchern und am Ende einer Trilogie/einer Reihe einen Glossar ganz sinnvoll, mit Namen und Begriffen sowie ihren Erklärungen.
Jetzt aber erst einmal genug der Kritik! Nachdem ich wieder ganz rein kam, war es wieder einmal unglaublich spannend. Schließlich bangt man andauernd um Vincent und hat genau wie Kate, aus dessen Sicht das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, die Hoffnung, dass er wieder zurückkehrt. Hinzu kommt so viel Neues über die mystischen Revenants! Durch Bran, der ein guérisseur  ist, und das Wissen seiner Vorfahren werden sie ein richtiger und auch wichtiger Bestandteil der Geschichte unserer Welt, selbst Hitler wird in dem Zusammenhang erwähnt! Am Ende des Buches werden auch nicht alle meine Fragen zu den Revenants beantwortet, doch alles andere wäre auch unrealistisch, denn man weiß ja schon über die Menschliche Geschichte nicht alles, also über die Geschichte solcher Wesen erst recht nicht.
Schön war auch wieder die Liebe zwischen Kate und Vincent, die einfach so toll rüberkommt und den romantischen Teil des Buches ausmacht, der nicht fehlen darf. Im ersten Teil war dieser zwar am größten, doch da lag der Fokus auch eher darauf, als auf dem Kampf zwischen Gut und Böse, der sich entwickelt hat, zu kurz kommt es meiner Meinung nach trotzdem nicht.
Auch, dass es am Ende gewisse Verluste gab, fand ich zwar unglaublich traurig, jedoch irgendwie auch passend, denn das machte die Geschichte echter und realistischer, so traurig es auch war, denn man lernte die Charaktere ja kennen und hatte sie somit auch gern.
Weniger gut fand ich ein paar Logikfehler, wobei 2 davon vielleicht auch beim Übersetzen entstanden sind. Einmal wurden zwei Namen vertauscht, sodass eine Interaktion mit ihm selbst beschrieben wird, was irgendwie recht Sinnfrei ist in dem gegebenen Zusammenhang :D. Außerdem wird Kate einmal als die Tochter ihres Großvaters bezeichnet. Jedoch finde ich es auch unlogisch, wie wenig auf Kates Schlüsselbeinbruch eingegangen wird. Schließlich ist es gebrochen, doch es wird glaube ich nur zwei Mal erwähnt, dass sie dadurch schmerzen hat und dann auch gar nicht mehr und so ein Bruch verheilt ja nicht in wenigen Tagen und auch nicht in einer Woche.
Zum Glück war das aber auch alles, woran ich mich gestört habe, denn sowas stört ja auch immer ein wenig den Lesefluss. Sonst war alles ziemlich schlüssig und logisch (so logisch, wie es eben in einem Fantasyroman sein kann 😉 ) und ich habe das Buch sehr genossen. An den ersten Teil kam er jedoch nicht heran.
Nichtsdestotrotz finde ich es natürlich unglaublich schade, dass es jetzt vorbei ist, wie eben immer, wenn eine gute Buchreihe endet und gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, da der Inhalt die Fehler doch wieder gut gemacht hat, es aber doch nicht für 5 gereicht hat.

P.S. das Bild habe ich vor einiger Zeit gemalt und musste beim Lesen die ganze Zeit daran denken, deshalb musste es einfach auf das Bild drauf 😀

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4 /5
413 Seiten
Verlag: loewe

Gebundene Ausgabe: 18,95€
Kindle: 14,99€

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4 Gedanken zu “Von den Sternen geküsst – Amy Plum

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