Bitter & Sweet: Mystische Mächte – Linea Harris

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Was ich nicht bedacht hatte, war, dass man es nicht verstecken konnte.
Man konnte versuchen, sich so zu verstellen, dass man wie die Anderen war,
Doch das war nur eine Illusion.
Und allein der Versuch die Andersartigkeit zu verstecken,
gab den Anderen einen Grund,
auf einem herumzuhacken.


Inhalt:

Die siebzehnjährige Jillian hat sich nie zugehörig gefühlt. Nichtsdestotrotz kann sie es nicht glauben, als ihre Tante Amelia ‚Am‘ ihr eröffnet, sie sei eine Hexe, genau wie sie selbst und wie ihre tote Mutter es gewesen sei. Noch dazu soll sie nun auf die Winterford Akademie gehen. Ein Internat für übernatürliche Schüler. Vampire, Werwölfe und Hexen, wie sie eine war.
Das alles ist für Jill ein ziemlicher Schock. Sie muss nicht nur verdauen, dass es die ganzen Wesen, die sie bisher nur aus Gruselgeschichten kannte, wirklich gab, sie musste sich auch noch an einer vollkommen neuen Schule zurechtfinden. Der einzige Vorteil ist, dass an dieser Schule die Schüler wie sie sind. Keine Menschen sondern ebenfalls magische Wesen. Doch ziemlich schnell stellt Jillian fest, dass sie auch hier alles andere als normal zu sein scheint, denn ihre Kräfte unterscheiden sich von denen der anderen.
Echte Freunde sind bei sowas immer von Vorteil und die findet sie das aller erste Mal in ihrem Leben. Doch genau wie Freunde, macht sie sich auch Feinde, bei denen sie jedoch nicht mal genau weiß, wer nun der echte Feind ist. Hinzu kommt natürlich noch, dass man immer auf sein Herz achten muss, sonst wird es gestohlen und das manchmal von dem, von dem man es anfangs am wenigstens erwartet hätte. Doch bleibt bei der Gefahr, die auf Jillian zuzukommen scheint, überhaupt noch Zeit für die komplizierte Liebe? Denn die größte Bedrohung, die es geben kann, die Dämonen, scheint näher denn je.

Meine Meinung:

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Piper Verlag zugeschickt. Dafür ein großes Dankeschön an den Verlag nochmal.

Das Buch ist von einer deutschen Autorin, was es mich noch mehr hatte lesen lassen wollen, denn ich bekomme nicht sehr oft Bücher von deutschen Autoren in die Finger und ein Buch im Original ist doch immer das Beste.
An meinen geliebten Ich-Erzähler hatte ich mich anfangs erst einmal gewöhnen müssen, denn die letzten Bücher, die ich gelesen habe, waren Hauptsächlich in der Er/Sie vor erzählt. Gefreut hat es mich natürlich trotzdem! Die Autorin ist gut darin, Spannung aufzubauen. Diese steigert sich im laufe des Buches immer weiter, sodass man zum Ende hin das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte, weil man wissen will, ob den nun alles gut geht. Was mir außerdem gefallen hat, war, wie genau und schön die Autorin die Umgebung oft beschrieben hat. Vor allem die Akademie war so ein schöner Ort und man hat sie sich wirklich bildlich vorstellen können, genauso wie den Garten von Tante Am, in den ich mich mit seinen ganzen Kräutern und Amuletten sogar ein wenig verliebt habe, ich finde solche Orte einfach toll. 😀
Kommen wir zu Jillian. Anfangs wusste ich nicht so recht, ob ich sie mögen sollte oder nicht, sie schien zurückhaltend und ich konnte sie mir noch nicht so recht vorstellen. Mit der Zeit wurde sie mir aber, nach einem kleinen ‚Ist dieses Mädchen total blöd?‘-Tief dann doch sympathisch. Ich mochte es, dass ihr Charakter sich durch die Handlung und durch die Akademie entwickelt hat, denn die Jillian am Ende des Buches ist mir sympathischer als die ganz am Anfang. Was mir jedoch ein wenig gefehlt hat, waren die kleinen Fehler, die einen Charakter manchmal so sympathisch machen. Jillian hat natürlich Fehler, doch an manchen Stellen schien sie mir doch zu perfekt.
So richtig toll fand ich aber ihre Zimmergenossin und neue beste Freundin Ally. Sie wurde einfach so süß, herzensgut und lebensfroh beschrieben, dass man sie als Leser nur genauso ins Herz schließen konnte, wie es Jill getan hat. Sie hat zwar, genau wie der beste Freund von Jillian, Derek, einige klischeehafte Züge, doch manchmal ist Klischee gar nicht so schlecht und die klischeehafte optimistische beste Freundin mochte ich sowieso schon immer. Ich finde es jedoch schade, dass wir nicht ein wenig mehr über sie erfahren haben. Ich hätte mir bei einem doch ziemlich wichtigen Charakter wie Ally ein wenig mehr tiefe gewünscht. Ich habe das Gefühl, es ist noch recht oberflächlich geblieben, was wir als Leser über sie erfahren durften. Derek wurde mir im Laufe des Buches sympathischer, auch wenn ich mir auch bei ihm ein wenig mehr gewünscht hätte.
Was es mir ein wenig schwieriger gemacht hat, in das Buch einzusteigen, war eine Rezension, die ich vorher gelesen habe und die davon redete, dass das Buch in großen Teilen Buchreihen ähnelte, die ich bereits kenne. Dass ich eine davon erst einen Tag davor gelesen habe, machte es natürlich nicht besser. Ich vergleiche nämlich sehr ungern Bücher miteinander. Schließlich ist ‚Internate für übernatürliche Wesen‘ fast schon ein eigenes Genre, weil es so viele Bücher in diese Richtung gibt, dementsprechend ist es unmöglich keine Parallelen entstehen zu lassen, da ich selbst ebenfalls schreibe, weiß ich das nur zu gut.
Ich muss zwar sagen, dass es durchaus gewisse Parallelen gibt, vor allem zu ‚House of Night‘, doch keine, die ich schlimm finde. Sie entstehen wohl eher dadurch, dass sich eben ein paar Klischees bedient wurde (ich werde jetzt nicht sagen welche, das das zu viel vom Inhalt verraten würde). Ich hatte also keine großen Probleme damit, dass eine klitzekleine Ähnlichkeit an manchen Stellen bestand, denn House of Night hat mir ja gefallen und jemandem, der weniger Bücher aus diesem Bereich gelesen hat, würde wohl kaum etwas auffallen.
Ich gebe dem Buch 3 1/2 von 5 Sternen und freue mich auf den nächsten Band, indem ich hoffentlich mehr von Charakteren wie Ally, Derek und dem, in den Jillian sich verliebt, zu lesen bekomme.

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3 1/2 /5
367 Seiten
Verlag: Piper

Broschiert: 12,99€
Kindle: 9,99€

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Ein Gedanke zu “Bitter & Sweet: Mystische Mächte – Linea Harris

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