Geliebter Samurai – An Lin

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„Da schenkte er mir den zärtlichsten aller Küsse.
>>In einem anderen Leben teure Yuna.
In einem anderen Leben
werden wir uns unserer Liebe endlich hingeben können.<<„

276 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 2,99€

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3 /5

Inhalt:

Yuna ist 29 Jahre alt, lebt in einer großen Stadt in Japan und ist eine bodenständige, rationale sowie erfolgreiche Geschäftsfrau. Sie liebt die Ordnung, die in ihrem Leben herrscht, denn so hat sie sicher alles im Griff. Das beweist auch ihre Beförderung. Leider ist es so, dass man nicht immer alles im Leben kontrollieren kann. Am allerwenigsten die eigenen Träume.
Yuna kann davon ein Lied singen, denn sie träumt vom japanischen Mittelalter, von sich als Prinzessin und von dem umwerfenden Samurai Yoshi. Das wäre wohl alles gar kein Problem, wenn die Träume sich nicht so unglaublich echt anfühlen und wenn sie Joshi nicht eines Tages plötzlich in Wirklichkeit gegenüberstehen würde.
Die reale 17-jährige Version ihres heldenhaften Samurais wirft Yuna ziemlich aus der Bahn und sorgt für so einige Fragen. Wie ist das möglich? Und wie kann es sein, dass der Schüler nicht nur genauso aussieht, wie der Samurai in ihrem Traum, sondern genauso heißt?
Das Schicksal ist unergründlich und führt, als ein Ninja plötzlich nach Yunas  Leben zu trachten scheint, die Leben einer 29-jährigen Geschäftsfrau und eines sturen 17-jährigen Jungen auf ungewöhnliche Weise zusammen – oder doch nur wieder zusammen?

Meine Meinung:

Dieses Buch war ein Leseexemplar, das ich von der Autorin An Lin persönlich bekommen habe. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei dieser!

Kommen wir zum Buch selbst. Was mir vom allgemeinen Aufbau sofort gefallen hat, waren einmal die japanische Kultur als Schwerpunkt – das hat dem Buch einen besonderen Touch gegeben und es anders als andere gemacht – und das Thema Schicksal – eine Liebe die über ein Leben und mehrere Jahrhunderte hinausgeht, ist das nicht romantisch? ❤
Dass man die japanische Kultur hierzulande kaum kennt, sorgt beim Lesen für eine gewisse Neugierde. Man lernt viel neues und ist fasziniert von so einigen Bräuchen, die hier völlig untypisch sind. Die Vorstellung, sich beim Begrüßen zu Verneigen zum Beispiel fand ich persönlich immer faszinierend, auch wenn ich das bereits wusste. Es ist eine doch ziemlich respektvolle Geste, die man sich hier gar nicht vorstellen kann. Ich habe auf jeden Fall mein Allgemeinwissen erweitern können. 😀
Aber zurück zum  Roman und zur Protagonistin, Yuna. Mir hat gefallen, dass sie nicht genauso war, wie als Prinzessin im Mittelalter, ihre Persönlichkeit jedoch doch Parallelen aufwies. Es hätte ihr sonst etwas von der eigenständigen Persönlichkeit, die eine Protagonistin oder ein Protagonist haben muss, genommen. Allgemein war sie mir auch recht sympathisch, nur manchmal etwas zu blind/naiv. Ich habe mir in einigen Situationen den Gedanken ‚Ach komm, du bist eine Erwachsene selbstständige, intelligente Frau, wieso stellst du dich denn dann so blöd an?‘ Mir hätte sie besser gefallen, wenn dies nicht so ausgeprägt gewesen wäre.
Yoshi hingegen hat mir besser gefallen. Seine Freche aber in den wichtigen Situationen ernste Art war sympathisch und harmonierte dazu gut mit seinem früheren Samurai-Ich. Die Anspielungen auf Joshi aus „Mario“ fand ich zudem sehr amüsant, denn wem kommt der grüne Dino bei dem namen denn nicht in den Sinn? Seine gegenteilige Art zu Yuna ist ein guter Ausgleich und so mancher Spruch von ihm hat mich zum Grinsen gebracht.
Yunas beste Freundin Ami fand ich sympathisch, hätte jedoch gerne mehr von ihr kennengelernt, es blieb meistens eher oberflächlich, was man über sie erfuhr, obwohl sie eine so große Rolle spielt. Ich hoffe jedoch, man erfährt im 2. Teil mehr. Yoshis besten Freund Riku fand ich anfangs unglaublich nervig! Da hätte ich die hälfte an ‚Klassencolwn-Verhalten‘ gereicht. Im Laufe der Geschichte wurde er jedoch einigermaßen sympathisch. So richtig anfreunden konnte ich mich jedoch trotzdem nicht mit ihm. Auch bei ihm hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Wie haben Yoshi und er sich genau kennengelernt, schließlich ist er auch einige Jahre älter und weitere Fragen blieben ungeklärt, auch hier hoffe ich einfach auf Teil 2. 😀
An den Altersunterschied zwischen Yuna und Yoshi musste ich mich zuerst gewöhnen. Wobei es weniger die 12 Jahre waren, als die Tatsache, dass Joshi nicht mal 18 ist, während Yuna auf die 30 zugeht, doch es hat natürlich den Vorteil, dass es somit ganz anders ist, als eigentlich alle Bücher, die ich kenne.
An Lins Schreibstil lässt sich gut lesen, er ist locker und hat einen eigenen Stil, was mir gefällt, an das Präsens in dem der Roman geschrieben ist, hatte ich mich zuerst gewöhnen müssen, doch das ging recht schnell.
Alles in allem habe ich mich dazu entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben, weil ich die Story wirklich spannend fand und ich mich auch auf die Fortsetzung freue (das Ende lässt ja einige Fragen offen), die Punkte oben aber für 2 Punkte Abzug gesorgt haben. Nichtsdestotrotz finde ich es wirklich lesenswert, vor allem wenn man Interesse an Japan oder Romane über das Schicksal hat und wenig Zeit, denn es lässt sich leicht und durch nicht so viele Seiten auch recht schnell lesen.

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2 Gedanken zu “Geliebter Samurai – An Lin

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