Das Erbe der Krylows: Lita – Kelda Ardere

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Lita:“Deshalb muss die Gabenträgerin, meiner eigener,
hart und intensiv Geist und Körper trainieren,
muss allerlei Zeug lernen […].
Sie soll Gutes tun und die Gabe nur zum Wohl von Mensch und Tier einsetzen, […]


Inhalt:

Zwei Frauen in zwei Zeitaltern teilen die gleiche Gabe und somit das gleiche Schicksal. Nejra lebte im 13 Jahrhundert. Eine vor allem für die Zeit sehr sture, eigensinnige, selbstbewusste, starke und energische Frau. Sie ist der Anfang der Ära der Gabenträgerinnen sowie ihrer Feinde und somit der Anfang von Litas Geschichte. Um ihr Dorf zu retten begibt sie sich zusammen mit einem selbstsüchtigen und moralisch verdorbenen König in den Wald, wo sie beim Versuch diesen König zu retten, nicht nur fast stirbt, sondern sich auch für immer verändert.
Lita lebt zusammen mit den Krylows, der Familie, die geschworen hat, Gabenträgerinnen wie sie zu beschützen, in Zagreb, Kroatien. Nach dem Tod ihrer Mutter Moira ziehen sie sie groß, was mit einigen Problemen verbunden ist. Denn Lita ist nicht nur genauso wie ihre Vorfahrin stur, eigensinnig und energiegeladen, sie trägt auch etwas Dunkles in sich, was ihre Mutter nie hatte und bei dem keiner so genau weiß, was es ist. Dass ihre Fähigkeiten noch dazu die mächtigsten sind, die die Krylows je gesehen haben, macht die Sache nicht ungefährlicher und auch, wenn diese dunkle Seite mit ihrer Kindheit abgeschlossen zu sein scheint, so hat sie doch weiterhin Geheimnisse, die ungeahnte Folgen haben können.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin selbst Kelda Ardere bekommen und möchte mich dafür erst einmal ganz herzlich bedanken!

Das Interessante an dem Buch ist, dass zwei Geschichten erzählt werden, wobei die eine die andere perfekt ergänzt, da es den Kreis der Gabenträgerinnen schließt. Somit stören sich die beiden Geschichten auch nicht gegenseitig, wie es manchmal der Fall ist. Man kam gut von Litas in Nejras Leben und andersrum, ohne dass Gefühl zu haben, ein Kapitel wäre überflüssig oder nur da, damit die Reihenfolge bestehen bleibt. Ein kleines Problem waren lediglich die gelegentlichen Zeitsprünge in Litas Kapitel. Diese empfand ich teilweise als störend, weil man manchmal nicht wusste, wie viel zeit denn nun genau vergangen war und das erst nach einigem Lesen klar wurde.
Allgemein konnte ich mich nicht in die Figuren Nejra oder Lita hineinversetzen, doch ich hatte weniger das Gefühl, dass das der Sinn war, denn durch einen allwissenden Erzähler, der immer mal wieder die Perspektiven veränderte, was jedoch wirklich gut und flüssig gelungen ist, hatte man eher das Gefühl, das geschehen von oben zu beobachten. Dieses war jedoch nichtsdestotrotz wirklich spannend, auch wenn die Erzählweise nicht mein Typ war, doch das ist eben eine persönliche Sache.
Die Story an sich war wirklich spannend und vor allem zum Ende hin unvorhergesehen, ich hätte nie gedacht, dass das Buch SO endet und auch, wenn ich damit nicht einverstanden bin (mehr sage ich aus Spoilergrunden ist), so ist die Überraschung und die Spannung dadurch wirklich sehr gut gelungen. Es war interessant, wie sich einem langsam die Geschichte der Gabenträgerinnen erschloss und man langsam zu erahnen begann, was die immer erwähnte ‚Bedrohung‘ sein könnte.
Kommen wir zu den Charakteren. Wie erwähnt fand ich es durch die Erzählweise eher schwierig mich mit den Protagonistinnen vertraut zu machen. Jedoch fand ich Nejra deutlich sympathischer als Lita, doch das liegt vor vor allem an Litas zwiegespaltener Persönlichkeit. Was ich an beiden jedoch mag, ist die selbstsichere und mutige Art, die sie haben. Wen ich außerdem mochte war Thilo, Nejras Ehemann. Er ist ein ausgleich zu Nejras temperamentvoller Art, doch was ich wirklich mochte war, wie treu er immer und zu jeder Sekunde zu seiner Frau stand.
Zu den restlichen Charakteren kann ich nicht wirklich etwas sagen, da man auch nicht wirklich näher etwas über sie erfährt, durch die Zeitsprünge und die Erzählerperspektive. Alles in allem lässt sich also sagen, dass ich einfach kein Anhänger der Perspektive bin, was jedoch jeder für sich entscheiden muss, die Story an sich jedoch wirklich spannend fand und mit dem Ende hadere. Ich empfehle das Buch vor allem denen, die auch gerne Bücher aus dieser Erzählperspektive lesen und die genug vom typischen Happy End haben. Von mir bekommt „Das Erbe der Krylows – Lita“ gute 3 von 5 Sternen.

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3/5
282 Seiten
Verlag: AAVAA
Taschenbuch: 11,95€
Kindle: 6,99€

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Ein Gedanke zu “Das Erbe der Krylows: Lita – Kelda Ardere

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