(Eine etwas längere) Montagsfrage #37

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(c) by Buchfresserchen

Schönen Abend liebe Leser! Diesen Montag diesen Montag kommt die Montagsfrage etwas spät, doch ich war noch mit der Charakterisierung für Mephisto aus Faust beschäftigt. Hach ja, Hausaufgaben… Nichts was ich in den Ferien vermisst hätte. 😀
Also diese Woche gibt es nach einer Woche Pause wieder die Frage, wie immer von Svenja alias Buchfresserchen.
Uff, bei der Frage wird es diesmal lang.


Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Hmm, das ist gar nicht so einfach, doch ich versuche mich mal an meinen derzeitigen Lese-Highlights zu orientieren und vom Oberflächlichen in die Tiefe zu gehen. Ein Buch wird für mich zuerst einmal deutlich attraktiver, wenn es ein ansehnliches Cover hat. Dabei muss dieses nicht mal etwas Besonderes sein, es muss einfach nach „Mensch, das würde ich gerne im Regal stehen haben“ aussehen. Dann darf der Klappentext auf keinen Fall zu viel verraten. Ein Buch dessen Klappentext bereits 80% verrät KANN einfach kein Highlight werden.
Thematisch muss bei mir eigentlich immer Liebe dabei sein, jedoch muss es nicht unbedingt das Hauptthema sein, denn eine Schnulze, ein Sex-Roman oder ein klischeehaftes Liebesdrama kann bei mir nur schwer ein Highlight werden. Da ich Romantasy Bücher sehr gerne habe, könnte Liebe in Verbindung mit Fantasy auf jeden Fall das Highlight-Potential erhöhen.
Jedoch auf keinen Fall solche Kriegs-/Mittelalter-/Superhighfantasy Bücher. Es ist der perfekte Ausgleich zwischen Realität, Liebe, Abenteuer und Fantasy, der für mich eine tolle Geschichte ausmacht. Nehmen wir die Lux-Reihe als Beispiel. Wir haben ein normales Mädchen, mit menschlichen Problemen, eine leidenschaftliche feurige Liebe, eine spannende Story, die sich mit dieser Liebe verbindet und eine übernatürliche Welt, die sich mit dieser menschlichen verbindet, sie jedoch nicht komplett verschwinden lässt. Es geht jedoch auch ohne großes Abenteuer und  ohne Fantasy. Nehmen wir als Beispiel „Kirschroter Sommer“. Eine dramatische Liebe und das Abenteuer nennt sich Leben, so allgemein betrachtet ja nichts außergewöhnlich tolles, doch da kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt, die einem Lese-Highlight niemals fehlen darf.
Die Charaktere. Die Charaktere sind (logisch) das A und O eines Buches. Nicht nur die Protagonisten sind wichtig sondern auch Nebencharaktere, denn sie füllen das Buch erst mit Leben! Aber fangen wir bei den Protagonisten an. Sind diese nervig/kindisch, anstrengend oder benehmen sich unrealistisch, versaut es die beste Story. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Protagonist perfekt sein soll, auf keinen Fall! Das zählt zu nervig. Ein Protagonist muss jemand sein, mit dem ich mich identifizieren kann. Jemand mit Ecken und Kanten, jemand mit Tiefe und jemand, der nicht stillsteht. Er muss dazu fähig sein, sich weiterzuentwickeln, denn das macht einen tiefen Charakter aus und genau das soll der Protagonist ja innerhalb der Story: Sich weiterentwickeln. Wichtig ist außerdem die Tiefe. Oberflächliche Hauptcharaktere sind langweilig, zweidimensional und anstrengend. Sie müssen aus mehreren Emotionsschichten bestehen, nicht nur nett oder nur taff oder nur abweisend sein, denn ein Mensch ist so vieles und so sollte auch ein Charakter sein, vielschichtig. Er sollte eine Vergangenheit, eigene Meinungen und eigene Vorstellungen haben, ich möchte das Gefühl haben, ein Protagonist ist jemand, den ich mit jeder Seite mehr und mehr kennenlerne, wie einen echten Menschen, wie einen Freund.
Auch Nebencharaktere müssen tiefe haben, wenn natürlich auch nicht die Selbe, wie Hauptcharaktere. Sie sollten ebenfalls nicht nur aus einer Charaktereigenschaft bestehen, nur weil sie eben diese Rolle in der Geschichte einnehmen, denn dadurch wirken sie unrealistisch und dem Buch fehlt der Charme des Grundbaus. Eine gute bildliche Sprache gehört ebenfalls zu diesem Grundbau. Desto besser ich mir vorstellen kann, was ich lese, wo ich bin, wenn ich mich in die Story hineinversetze, desto mitreisender ist das Buch und desto mehr geht es mir unter die Haut.
Damit kommen wir auch schon zum letzten Punkt: Dem Schreibstil. Er darf nicht zu hochtrabend sein, aber auch nicht völlig niveaulos. Wichtig ist ein Schreibstil, der sich flüssig liest und bei dem man höchstens stockt, weil die Emotionen so gut rübergebracht wurden. Am besten ist es, wenn der Schreibstil, die benutzten Worte und die Art der Sätze zum Protagonisten passt, am besten noch mit einem Ich-Erzähler. Ich möchte beim Lesen nicht auf die Worte achten, das kann ich im Deutschunterricht haben, ich möchte auf deren Schönheit, Harmonie und deren inhaltliches Zusammenspiel achten (Wow, klingt das kitschig :D). Ich weiß gar nicht, wie ich den perfekten Schreibstil beschreiben soll, aber es ist einer, der es schafft, mich durch die Schreibweise zum Weinen, zum rot Werden, zur Wut oder zum Lachen zu bringen.

Also, das wäre so mein absolutes Lese-Highlight. Das klingt wenn man es so liest bestimmt oberkritisch, doch ich denke, wer einen Geschmack hat, wie ich und Lieblingsbücher hat, wird genau wie ich beim Schreiben, diese in dem Text sehen.

An welches Buch denkt ihr dabei?

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