Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

Vaiana

“ Wo das Meer sich verliert, schwebt ein Klang
Er ruft mich
Ist es denn weit?
Bin ich bereit?
Wenn der Wind und das Meer

Sich mit mir dann verbünden
Es kommt die Zeit
Wenn ich geh‘, dann wird sich zeigen,
Wie weit ich komm‘ “
(Soundtrack: „Ich bin bereit“ von Helene Fischer)


Inhalt:

Vaiana lebt als Tochter des „Chiefs“ – wie der Stammeshäuptling genannt wird – auf der wunderschönen, grünen Insel Motonui in Polynesien (große pazifische Inselregion). Eines Tages soll sie den Platz ihres Vaters einnehmen und das Volk leiten. Doch Vaiana möchte gar keine Befehle erteilen oder Entscheidungen treffen. Es zieht sie aufs Meer hinaus. Es ruft sie und zieht sie magisch an. Bereits als sie ein kleines Mädchen gewesen ist, ist das so gewesen. Das Meer schien sogar mit ihr zu kommunizieren. Auf sie zu hören.
Ihr Vater, der zwar liebevoll ist, jedoch die gleiche Sturheit wie seine Tochter an den Tag legt, will von all dem nichts hören. Das Meer außerhalb des Riffs ist gefährlich und er möchte seine Tochter gar nicht erst am Wasser sehen. Die einzige, die Vaiana zu verstehen scheint, ist ihre etwas verrückte Großmutter, die den Kindern des Stammes immer die grusligsten Mythen und Geschichten erzählt. Davon, wie Te Fiti – eine Art ‚Mutter Erde‘ – das Leben auf der Erde heraufbeschworen habe, die davor nur ein großer Wasserball gewesen sei. Sie hat Pflanzen erblühen und Tiere entstehen lassen, um sich dann irgendwann müde zur Ruhe zu legen. Mit den Jahren hat es viele gegeben, die die gleiche Macht wie Te Fiti haatten haben wollen, doch keiner ist je an sie heran gekommen. Bis eines Tages der Halbgott Maui das Herz Te Fitis stiehlt. Damit bricht eine große Dunkelheit über die Insel Te Fitis herein. Immer weiter breitet sie sich aus und löscht alles Leben nach und nach aus.
Als Vaiana bemerkt, dass immer weniger Nahrung auf der Insel essbar zu sein scheint und auch die Fischernetze leer bleiben, beschließt sie, ihrem Herzen zu folgen und etwas zu tun. Sie begibt sich auf eine Mission, ohne zu wissen wie und wohin. Sie folgt einfach nur ihrem Herzen und dem Ruf des Meeren. Dabei gerät sie nicht nur einmal in große Schwierigkeiten…

Meine Meinung:

Alleine wie der Film animiert ist, zeigt wieder Mal Disneys Talent. Die vielen Farben des Meeres, die Tiere darin und die Natur an Land sind wunderschön und sorgen dafür, dass man selbst gerne an den Strand fahren und Urlaub am Meer machen würde. Vaiana als kleines Kind ist ein niedliches kleines Ding und besonders faszinierend finde ich, wie man ihr mit dem Alter immer mehr und mehr die Ähnlichkeit zur Mutter ansieht. Allgemein finde ich Vaiana wirklich gut animiert. Ihre Körperfigur passt perfekt zu dem Leben, das sie führt. Etwas kräftiger durch die Muskeln, die sie sich durch die körperliche Arbeit auf der Insel zugelegt hat und mit wilden, langen gelockten Haaren, die eben nicht immer perfekt liegen ist sie die perfekte Inselprinzessin (Wobei sie selbst bestreitet, eine Prinzessin zu sein: Vaiana: „Ich bin keine Prinzessin!“ Maui: „Du trägst ein Kleid, singst und redest mit Tieren. DU bist eine Prinzessin.“). Jedoch eine, die eben nicht immer perfekt aussieht. Denn wenn man am Strand tobt, kann es eben vorkommen, dass man Sand in Gesicht und Haare kriegt, die Haare einem nass ins Gesicht hängen oder man allgemein hinfliegt. Das sorgt für schöne Lacher im Kino und macht die mutige und selbstsichere Disneyheldin noch sympathischer.
Mir war Vaiana sehr sympathisch. Sie hat sich nie von dem abhalten lassen, was ihr Herz ihr gesagt hat, hat dabei jedoch auch nicht ihre Familie oder ihre Pflichten aus den Augen verloren. Ich empfand sie als sehr authentisch, durch ihre spontane, hoffnungvolle , aber auch tollpatschige und manchmal etwas zu optimistische Art konnte sie mein Herz eindeutig für sich gewinnen. Es passt perfekt zu den Aspekten an ihr, die so typisch für Disney Protagonisten sind, die ich aber liebe: Ihren Drang zu Singen, wenn sie tiefe Empfindungen ausdrücken möchte und ihr Herz für Tiere, selbst wenn diese völlig unfähig und ziemlich dämlich sind (Ich mag Hühnchen Heihei trotzdem! :D).
Halbgott Maui war ein etwas anderer Beistand, denn wenn man es genau nimmt, ist er ja der Böse, schließlich ist er ja für den ganzen Mist verantwortlich, der passiert! Doch er ist eben deutlich vielschichtiger als das und das muss ich wirklich sehr loben. Denn es gibt hier eben nicht nur gut und böse, sondern es wird auch gezeigt, dass die Grenzen manchmal verwischen. Das auch die Guten manchmal dumme oder schlechte Sachen machen können und das auch Böse gut werden können (das hatten wir ja z.B bei Elsa schon). Er ist auf jeden Fall ein sehr witziger und eindeutig zu selbstbewusster Charakter, der Vaianas in die höhe schießenden Optimismus etwas ausgleicht.
Vaianas tierische Seidkicks sind ein Traum. Das kleine Schweinchen ist zu putzig und man würde es am liebsten knuddeln! Und Hühnchen Heihei ist einfach göttlich. Der zurückgebliebene Hahn macht eigentlich nichts und kann nichts, doch er schafft es nicht nur immer wieder irgendwie in tödlichen Situationen zu überleben, nein, er ist dabei auch noch einfach zum Brüllen komisch und irgendwie auch putzig. Ohne ihn hätte ich mir den Film gar nicht vorstellen können. 😀
Alles in allem kann ich eigentlich nur für den Film schwärmen, möchte aber eigentlich auch nicht zu viel verraten. Ich würde ihn jedoch allen sehr empfehlen, da er einfach schön anzuschauen ist, einen zum Lachen bringt und seine schöne Art und Moral einen lächeln lässt. Faszinierend war auch der Einblick in eine mir komplett fremde Kultur. Zu Hause habe ich erst Mal die Namen der erwähnten Halbgötter gegoogelt, um zu sehen, wie viel davon der realen Mythologie entnommen wurde. Außerdem mochte ich die Filmmusik sehr. Wenn diese gespielt wurde, während man die weiten des türkisen Ozeans gezeigt hat, bekam ich teilweise eine richtige Gänsehaut. Von mir also 5 von 5 Sternen!


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5/5

Original Titel: Moana
Regie:
Ron Clements,
John Musker
Drehbuch: Jared Bush,
Ron Clements,
John Musker,
Pamela Ribon,
Taika Waititi
Produktion: Osnat Shurer
Verleih: Walt Disney
Länge: 103 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Start: (DE) 22. Dezember 2016

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5 Gedanken zu “Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

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