Frigid – Jennifer L. Armentrout

2017-15-1-18-22-06

„Niemand konnte meinen Platz in Kylers Leben einnehmen.
Das wusste ich.
Ich war die Person, die alles über ihn wusste
und der er vor allen anderen vertraute.
Ich war Kylers beste Freundin.
Und deswegen würde er mich nie so lieben würde,
wie ich ihn liebte.“


Inhalt:

Sydney und Kyler sind völlig unterschiedlich. Wie Licht und Dunkel, wie Feuer und Eis, wie Yin und Yang. Sydney ist ein Bücherwurm, der lieber in eine Decke gewickelt ein Buch liest als bis spät in die Nacht zu trinken und zu feiern, während Kyler genau das immer sehr gerne tut und dabei auch eigentlich immer eine willige Schönheit abschleppt. Nichtsdestotrotz sind sie von klein auf die aller besten Freunde. Sie wissen alles über den jeweils anderen und würden auch alles für diesen tun.
Als sie jedoch gemeinsam in den Skiurlaub fahren und dort ein Schneesturm dafür sorgt, dass sie über Tage hinweg zu zweit in der Skihütte eingesperrt, weckt das alte Gefühle, die das ganze alles andere als einfach machen. Denn zu zweit bei eisigen Minusgraden in einem Haus eingesperrt zu sein und sich dort gemeinsam am Kaminfeuer wärmen zu müssen, lässt nicht nur das Feuer knistern. Zu den verwirrenden Gefühlen kommt außerdem noch, dass jemand es auf sie abgesehen zu haben scheint. Schaffen sie es überhaupt lebend aus dieser Hütte oder wird die Hütte das letzte, was sie sehen…?

Meine Meinung:

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür ein großes Dankeschön an den Verlag!

Das Cover erinnert mich sofort an Winter und Romantik, womit es nicht nur zur aktuellen Jahreszeit sondern auch zum Inhalt des Buches passt. Die Farben sind schön, jedoch nicht zu aufdringlich oder grell. Das einzige, was ich an dem Cover auszusetzen habe, ist die Haarfarbe des dort abgebildeten Mädchens, denn sie passt nicht zu der Protagonistin! Ich verstehe nie, wieso sowas gemacht wird, aber zum Glück ist das nichts vollkommen Weltbewegendes.
Der Schreibstil ist – wie für Jennifer L. Armentrout typisch – sehr flüssig und toll zu lesen. Ich konntr den Roman nicht nur durch die Augen von Sydney, sondern auch von Kyler betrachten, da er in abwechselnder Ich-Perspektive geschrieben ist, was nochmal zusätzlich Spannung verleiht. Die Autorin schafft es, die Emotionen der Protagonisten überzeugend rüber zu bringen und weder zu viele noch zu wenige Gefühle einfließen zu lassen. Es ist der perfekte Ausgleich zwischen Erotik und Romantik. Man hat sowohl wundervolle Szenen, die einen zum seufzen bringen, weil sie so schön und süß sind als auch Szenen, die richtig heiß, spannend und fast schon elektrisch aufgeladen sind. Was mir an ihrem Schreibstil außerdem besonders gefällt, ist die humorvolle Art. Sie schafft es immer, diese einfließen zu lassen und das Buch somit vielseitiger zu machen, da Bücher, die sich nur auf Romantik oder Erotik konzentrieren, des Öfteren auch ziemlich eintönig sein können. Dies ist hier eindeutig nicht der Fall.
Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Obwohl Sydney einige klischeehafte Eigenschaften der typischen grauen Maus aufweist, so hat sie doch einige kleine Eigenheiten, die sie von diesem Klischee abheben. So ist sie was Jungs angeht zwar eher unerfahren, doch nicht völlig (dass ich das schon als Ausnahme sehe, zeigt, wie typisch das ist :D) und ihr Grund ist zumindest nicht, dass sie völlig verschlossen ist und nie ein Junge Interesse an ihr gezeigt hat. Viel mehr verrate ich aber nicht in dieser Hinsicht. Auch ist die Tatsache, dass sie einen größeren Freundeskreis hat und sogar mehr als einmal feiern gewesen ist etwas, das klischee-untypisch ist. Das macht ihren ganzen Charakter realistischer und individueller. Sie ist keine gleiche graue Maus in einer Reihe vieler anderer. Sie hat einfach einen zurückhaltenden Charakter und eine ziemlich hohe Hemmschwelle. Um sie zu überwinden braucht sie also ein wenig Hilfe. Das Einzige, was ich an ihr wirklich zu kritisieren habe, ist, dass ich ihre übertriebene gedankliche Schwärmerei für Kyler am Anfang des Romans, etwas zu übertrieben fand.
Kyler ist das komplette Gegenteil von Sydney. Er ist ein totaler Aufreißer, hat eine ziemlich niedrige Hemmschwelle und einen natürlichen Charme, mit dem er die Frauen um den Finger wickelt. Er ist kein Bad Boy. Nur sein Frauenverschleiß ist ziemlich hoch. Besonders toll finde ich an dieser Stelle seine Vielschichtigkeit. Denn er ist eben nicht nur dieser Casanova. Er ist auch der fürsorgliche, liebevolle und beschützerische beste Freund, der alles tun würde, um seine zu klein geratene beste Freundin Sydney vor dem Bösen dieser Welt zu beschützen. Vor ihr ist ihm sein Verhalten sogar peinlich!
Das ist ebenfalls etwas, was ich an der Story sehr schätze. Die beiden stellen nicht irgendwann im Laufe der Story fest, dass sie aufeinander stehen. Es wird bereits innerhalb der ersten paar Seiten klar, dass die Gefühle füreinander bereits eine ganze Weile zu bestehen scheinen.
Nebencharaktere spielen in einem Roman, in dem die beiden Protagonisten den Großteil der Zeit zu zweit zugeschneit in einer Hütte verbringen, natürlich keine all zu große Rolle. Dass ihnen dennoch eine bestimmte Wichtigkeit anzumerken ist, finde ich umso besser. Ihr Leben dreht sich nicht nur um das der Protagonisten herum. Sie sind vielschichtig und haben sogar eine eigene kleine Story, die ich ziemlich amüsant fand und auf die ich ebenfalls neugierig war, da vor allem die beste Freundin eine total verrückte Art an sich hat, die irgendwie seltsam aber auch sympathisch ist.
Die Story an sich finde ich sehr fesselnd. Sie ist, wie bereits erwähnt, romantisch, heiß und eben auch spannend, da durch die unklare Bedrohung, der die beiden ausgesetzt sind, nochmal eine Prise besonderer Spannung in den Young Adult Roman einfließt. Mein größter Kritikpunkt in der Hinsicht ist, dass die Antwort auf die Frage, was oder wer die im Klappentext beschriebene Bedrohung darstellt, meiner Meinung nach etwas zu offensichtlich ist. Da hätte ich mir mehr Kreativität erhofft. Ansonsten war ich beim Lesen regelrecht gefesselt und hatte den Roman in kürzester Zeit durchgelesen.
Alles in allem finde ich den Roman also wirklich toll und würde ihn auf jeden Fall weiter empfehlen. Durch die kleinen Kritikpunkte, die ich hatte, reicht es zwar nicht für die perfekten 5 Sterne, doch dafür für die fast perfekten 4.

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  4 /5
331 Seiten
Verlag: Piper

Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 8.99€

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2 Gedanken zu “Frigid – Jennifer L. Armentrout

  1. Pingback: Monatsrückblick – Dezember 2016 & Januar 2017 | Iri's World of Books

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