Die Schöne und das Biest (2017)

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Wie das Licht der Sonn‘
strahlend sich ergießt.
Märchen schreibt die Zeit
in des Dichters Kleid,
die Schöne und das Biest.
Märchen schreibt die Zeit
in des Dichters Kleid,
die Schöne und das Biest.


Inhalt:

Einst lebte ein schöner Prinz auf einem wunderschönen, riesigen Schloss, das immer voller Leben, Musik und Tanz war. Dieser Prinz besaß jedoch trotz seiner Schönheit ein eiskaltes Herz aus Stein. Er war selbstverliebt und voller Egoismus, nur auf sein eigenes Wohl besinnt. Als während eines großen Fests eine alte, gebrechliche Frau durch die Tore des Schlosses kam, um Schutz vor dem furchtbaren Sturm, der draußen tobte, zu suchen und als Gegenleistung eine Rose anbot, verweigerte der kalte Prinz ihr diesen Schutz und lachte die Alte aus.
Diese verwandelte sich daraufhin jedoch in eine wunderschöne Zauberin und verfluchte den hartherzigen und gemeinen Prinzen. Er solle von nun an als Biest leben, von außen so hässlich wie von innen. Alle, die im Schloss lebten, verfluchte sie zur Strafe mit und verwandelte sie in Antiquitäten, während alle anderen den Prinzen und das Schloss vergaßen, damit der Prinz völlig allein war. 
Die Rose ließ sie bei ihm. Solange sie blühte, hätte er noch eine Chance auf Erlösung, er musste nur lernen zu lieben und jemanden finden, der ihn trotz seines Äußeren ebenfalls lieben lernte. Doch die Jahre vergingen, die Blütenblätter fielen und das Schloss blieb verflucht. Der Prinz hatte die Hoffnung auf Erlösung schon längst aufgegeben.

Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem Vater (Kevin Kline) in einem kleinen Häuschen in einem winzigen Dorf im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Die Menschen, die mit ihr in ihrem kleinen Dorf leben, bezeichnen die lesebegeisterte, gebildete und aufmerksame Belle als „sonderbar“, da ihr Lebensziel, im Gegensatz zu den anderen Frauen im Dorf, nicht darin besteht, sich den bestmöglichen Mann zu angeln. Sie braucht keinen Mann und kommt auch alleine sehr gut klar, was sie immer wieder beweist. Nur Gaston (Luke Evans), der Dorfschönling, will das nicht einsehen und hat es sich zum Ziel gemacht, Belle zur Frau zu nehmen. Schließlich ist es für ihn, der von allen ledigen Frauen des Dorfes angeschmachtet wird, völlig abwegig, dass sie ablehnen könnte. Doch genau das tut sie. Akzeptieren will er diese Abfuhr jedoch nicht.
Belle ist jedoch froh, ihn vorerst los zu sein und hilft lieber ihrem Vater beim Fertigstellen einer wunderschönen, kunstvollen Spieluhr, die er später auf dem Markt verkaufen möchte. Auf dem Weg zu diesem, verirrt er sich jedoch im Wald und landet, nachdem er knapp den Wölfen entkommt, in einem mysteriösen, alten Schloss, wo er vor der Kälte, die draußen plötzlich trotz Hochsommer herrscht, Schutz sucht. Dieses Schloss ist jedoch lange nicht so verlassen, wie es aussieht, denn in ihm lebt ein abscheuliches Biest (Dan Stevens), dass Maurice gefangen nimmt, als er versucht, eine Rose aus dem Schlossgarten mitzunehmen.
Als das Pferd Philippe ohne seinen Reiter zu Belle zurückkehrt, macht sie sich voller Sorge auf die Suche nach ihrem Vater. Philippe führt sie auf direktem Wege zum verwunschenen Schloss, in dem sie ihren Vater eingesperrt in einem Kerker vorfindet… und sich sofort für ihn opfert. Seine Freiheit gegen ihre. Sie soll nun als ewige Gefangene des Schlosses für ihren Vater herhalten, doch ahnt sie noch nicht, dass das Biest nicht das Verwunschenste an dem Schloss ist. Denn ein Kerzenleuchter, eine Uhr und eine Teetasse setzen all ihre Hoffnung darauf, dass sie die Auserwählte ist, die sie alle von dem furchtbaren Fluch befreit…

Meine Meinung:

Endlich, endlich hört ihr wieder von mir! Ich habe mein schriftliches Abitur durch und bin auferstanden von den Toten! Mein erster Beitrag muss da natürlich einer großer sein und was eignet sich da besser, als die neueste Realverfilmung eines Disney-Klassikers, dessen Protagonistin eine riesige Leseratte ist und in der heutigen Zeit wohl eine der größten und aktivsten Buchbloggerinnen wäre! Ich hoffe also, es gefällt euch, ich bin schließlich etwas aus der Übung.

Filmgestaltung/Animation:
Ich bin begeistert davon, wie wundervoll das Magische und Fantastische des Zeichentrickfilms in der Realverfilmung umgesetzt wurde! Die Special Effects wirken an keiner Stelle übertrieben und passen einfach immer perfekt in die Handlung und die Szene. Es war völlig faszinierend zu sehen, wie wundervoll die ursprünglich gezeichneten Figuren plötzlich zu echtem Leben erwacht sind! Ich kann mir nicht vorstellen, wie man eine sprechende Uhr, einen sprechenden Kerzenleuchter oder auch eine Teekanne realistischer hätte gestalten können.
Einige meinen, das Biest würde noch zu hübsch aussehen. Ich kann das zwar in Teilen bestätigen, muss jedoch auch widersprechen, denn es sieht durchaus gruselig aus und wenn man bedenkt, dass der Film auch für kleine Kinder geeignet sein muss, wäre es nicht sehr klug gewesen, das Biest viel gruseliger zu machen.

Charaktere:
Beginnen wir bei unserer Protagonistin Belle, gespielt von Emma Watson. Anfangs war ich skeptisch, ob das soo gut passt, weil ich einfach das Bild der Zeichentrick-Belle im Kopf hatte und die Britin, die ich immer mit Hermine aus Harry Potter in Verbindung bringe, natürlich anders aussieht, doch sie hat mich eindeutig von sich überzeugen können. Sie spielt die Belle wirklich gut und meine Angst, ich würde immer wieder die Hermine in ihr sehen, war völlig unbegründet, denn sie spielt ihre Rolle wirklich sehr gut und man kauft ihr die Belle vollkommen ab. Vor allem am Ende kommen die Gefühle einfach wundervoll rüber. Belle an sich gehört allgemein zu meinen liebsten Disney Charakteren, denn sie ist nicht nur sympathisch und Heldenhaft, sie steht auch dazu, dass sie anders ist, zeigt, dass das nichts Schlechtes ist und ist dazu noch sehr emanzipiert. Obwohl von ihr erwartet wird, einfach schnell einen Mann zu finden, damit sie nicht so endet, wie die Dorfjungfer, die auf der Straße betteln muss, ist ihr das egal! Sie will und sie braucht keinen Mann und lässt sich da auch nichts vorschreiben. Außerdem ist sie tiefsinnig, denn während alle anderen Gaston anschmachten, weil er so stark und selbstbewusst und gutaussehend ist, findet sie es einfach abstoßend, wie dumm, eingebildet und egozentrisch er ist. Beim Biest hingegen ignoriert sie das Äußere und sieht, dass da im Inneren mehr ist, als auf den ersten Blick wahrzunehmen ist.
Das Biest. Dan Evens als (das menschliche) Biest finde ich persönlich total passend. Meiner Meinung nach verkörpert er Adam, den Prinzen, einfach super! Das Biest an sich finde ich aufgrund der Tiefe seines Charakters toll und in der Neuverfilmung bekommt dieser Charakter durch einen Einblick in seine Kindheit noch mehr Tiefe. Er wirkt wie ein böses Biest, wie ein kalter Fiesling, doch ist es nicht, er braucht nur jemanden, der ihm zeigt, wie man liebt. Sowohl sich selbst als auch andere. Gut finde ich, dass in der Realverfilmung das Biest auch gebildet ist, denn das ist viel realistischer, wenn man bedenkt, dass er ein Prinz ist. Im Normalfall waren sie es, die lesen, schreiben und tanzen konnten.
Gaston haben sie herrlich schrecklich gut getroffen. Luke Evans hat dieses Schurkenhafte, eingebildete und selbstverliebte Aussehen, dass aus ihm den perfekten Gaston macht, den er auch noch wunderbar spielt. Einer, der nicht gerade viel im Kopf hat, das aber auch nicht nötig hat, denn er sieht gut aus und hat schon immer alles bekommen, was er wollte, entweder durch sein Aussehen oder durch die rohe Gewalt seiner Muskeln.
Da es einfach zu viel wäre alle Nebencharaktere aufzuzählen, fasse ich sie mal zusammen. Die Schlossangestellten sind alle miteinander sehr nah am Trickfilm angelehnt, was ich sehr gut finde. Ich hätte mir kaum etwas Schlimmeres vorstellen können, als charakterliche Veränderungen, vor allem bei Lumiere und von Unruh!

Handlung:
Ich finde es toll, wie nah sich einerseits an die Originalhandlung gehalten wurde – Viele Teile sind sowohl szenisch als auch Wort für Wort übernommen – und wie andererseits kleine Unterschiede eingebaut wurden, die den Film jedoch nicht schlechter sondern nur besser machen! In den Trickfilm konnte einiges nicht eingebaut werden, da er eine gewisse Länge haben musste. Dass die Realverfilmung länger sein konnte, haben die Produzenten auf eine wundervolle Weise ausgenutzt und die Handlung außerdem so verändert, dass sie realistischer wird (Belles Vater ist weniger verrückt, das Biest kann lesen, es tritt klarer hervor, wie unüblich eine gebildete Frau zu der Zeit ist). Hintergründe werden geklärt, wie die Kindheit des Biests oder das Verbleiben von Belles Mutter, die allem viel mehr Tiefe verleihen und das Herz erwärmen, weshalb ich die Veränderungen des Films sehr mag.
Die Emotionen kommen in der Realverfilmung sogar noch besser rüber als im Zeichentrickfilm und ich muss zugeben, dass ich mir am Ende das ein oder andere Tränchen habe verdrücken müssen.

Musik:
Man kann den Film eigentlich schon als Musical bezeichnen und dafür liebe ich ihn. Ich liebe, liebe, liebe die Lieder aus die Schöne und das Biest und kann sie alle mitsingen. Sie wurden wundervoll in den Film eingebaut und an der dazugehörigen Choreografie fast nichts verändert. Es ist perfekt.
Neben den bereits bekannten Liedern gibt es außerdem 4 neue Lieder, die ebenfalls wunderschön anzuhören sind. Sie untermalen unter anderem neu hinzugefügte Szenen und verleihen ihnen die tiefen Gefühle, die nur durch Musik erzeugt werden können. Unten seht ihr die YouTube-Playlist zu allen im Film gesungenen Liedern.

Fazit:
Ja, ich bin eindeutig nicht objektiv, doch der Film ist nicht nur deshalb schön, weil es die Realverfilmung einer meiner liebsten Disney-Zeichentrickfilme ist, sondern auch, weil Disney das Ganze wirklich wundervoll umgesetzt hat. Die passenden Schauspieler, tolle Effekte und die gelungene Übertragung des magischen und Märchenhaften aus einem Zeichentrickfilm in einen Film, mit realen Personen. Das in Verbindung mit einer Ausarbeitung, die dem Märchen noch mehr Tiefe verleiht, macht einen wunderschönen Film.

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5/5

Original Titel: Beauty  and the Beats
Regie:
 Bill Condon
Drehbuch: Stephen Chbosky
Evan Spiliotopoulos
Produktion: Don Hahn
David Hoberman
Todd Lieberman
Verleih: Walt Disney
Länge: 130 Minuten
FSK: 6
Start: (DE) 16. März 2017

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Ein Gedanke zu “Die Schöne und das Biest (2017)

  1. Pingback: Monatsrückblick – Februar bis April 2017 | Iri's World of Books

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