Blutroter Frost – Meredith Winter

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3/5
339 Seiten
ISBN: 978-3981872200
Verlag: SommerBurg
Taschenbuch: 9,99€

„Was ist falsch daran, Träume zu habe?“ […]
„Nichts ist falsch daran. […]
Nur bei dem ganzen Alltagsstress, den man hat,
kommen sie einem so unwirklich und albern vor.
Als wenn die Wünsche, die man hat,
für ein anderes leben
und eine andere Zeit gelten würden.

Nur nicht für die Realität,
die draußen auf einen wartet.“

Inhalt:

(Ich halte meine eigene Inhaltsangabe absichtlich gröber als das Original, da ich finde, dieses spoilert zu viel)

Julie ist eine 35-jährige Anästhesistin mit einem Traum: Nicht mehr im örtlichen Krankenhaus Arbeiten und dabei viel zu viele Überstunden und viel zu wenig Freizeit haben, sondern eine eigene Tageschirurgie eröffnen. Eigentlich stände diesem Traum auch nichts mehr im Wege, wäre da nicht ihr Exfreund Benjamin. Er will nicht nur Julie zurückgewinnen, was diese alles andere als erstrebenswert findet, er will auch – was Julie nicht ahnt – ihre Klinik für seine zwielichtigen Zwecke ausnutzen.

Julie will ihn am liebsten einfach aus ihrem Leben streichen und nichts mehr mit ihm zu tun haben, vor allem seit sie immer mehr anfängt für Spencer, den Cousin eines Kumpels, zu empfinden, was schon ohne Benjamin verwirrend genug für sie ist. Dieser gibt jedoch nicht so einfach auf und tut alles, um sein Ziel zu erreichen. Wirklich alles…

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke!
Cover:
Die blutigen Schneeflocken auf dem Cover finde ich wirklich cool und sehr dramatisch. Zusätzlich passt es natürlich gut zum Titel des Buches. Auch der Farbverlauf der Schrift ist gut gelungen, wobei ich die Schriftart des Titels irgendwie nicht ganz passend zum Coverbild finde. Da fehlt mir etwas, was beides ein wenig verbindet.
Schreibstil:
Wie schon das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe, ist auch dieses aus verschiedenen Perspektiven in Form eines Er/Sie-Erzählers geschrieben. Die zentrale Perspektive ist neben Julies Sicht die von Spencer und Benjamin, einige Kapitel sind auch aus der Perspektive von Nebencharakteren geschrieben, sodass man einen sehr vielseitigen Blick auf die Story erhält, was ich sehr positiv finde, denn es hält die Spannung aufrecht. Auch ist der Schreibstil gut an die Charaktere angepasst, sodass es mir eigentlich nie passiert ist, dass ich durcheinander geraten bin.
Auch hier gab es wieder einige Schreib- bzw Flüchtigkeitsfehler, doch es ist auszuhalten, da sie nicht übermäßig gehäuft vorkommen. Das wichtigste ist, dass es sich gut und flüssig lesen lässt.
Charaktere:
In Blutroter Frost gibt es grob gesagt drei zentrale Charaktere. Die Protagonistin Julie, ihr Ex Benjamin und Spencer, der Julies Herz höher schlagen lässt.
Julie ist 35 und steht mit beiden Füßen fest im Leben. Sie ist ein Kopf-Mensch. Kontrolliert, intelligent, selbstbewusst. Das mag ich an ihr, denn es ist nicht die typische weibliche Protagonistin. Der feinfühlige Spencer ruft in ihr die emotionale und gefühlvolle Seite hervor Mir gefällt diese Entwicklung an ihr, doch etwas, was ich beim Lesen an ihr anstrengend gefunden habe, war, dass sie manchmal einfach zu dramatisch war. Es kamen zu oft die Tränen und zu oft das Drama, wenn es nicht wirklich nötig gewesen wäre.
Ich mochte beim Lesen Spencer ganz besonders gern. Er ist einfach so gar nicht der typische männliche Protagonist. Sensibel, ein Stück jünger als Julie, einfühlsam, ruhig und sehr intelligent, wenn auch nicht erfolgreich. Ich empfand seine Art anfangs zwar als etwas kühl, später jedoch als äußert charmant.
Benjamin ist der typische Antagonist. Charismatisch, intelligent, listig, skrupellos und dazu noch gutaussehend. Ich empfand ihn – natürlich – als ziemlich unsympathisch, aber wirklich super als Bösewicht. Er lässt sich nicht zu leicht in die Karten blicken und tut alles, um sein Ziel zu erreichen.
Story:
Die Story ist – wenn man den Klappentext vorher nicht gelesen hat, was ich nicht getan habe – verwoben und spannend. Immer wieder geschehen plötzliche, unvorhergesehene Dinge, die sich Julie in den Weg stellen. Immer wieder steht alles kurz davor, die Klippe hinunterzustürzen. Zwischendurch schweben Spencer und Julie sogar in Lebensgefahr.
Auch gefällt mir, dass die Liebesgeschichte keine typische Story ist. Die Frau ist älter, was an sich schon ungewöhnlich ist, sie ist aber auch die erfolgreichere und die vernünftigere. Meist ist es eher andersrum.
Was mir jedoch weniger gut gefiel war, dass einfach zu viel zu schnell geschah. Kaum war es kurz etwas ruhiger, passierte wieder zufällig etwas total unvorhersehbares oder dramatisches. Es waren meiner Ansicht nach einfach zu viele dieser Zufälle und es wäre ganz gut gewesen, wenn der Spannungsbogen eine Zeit lang etwas weiter unten geblieben wäre. Dann hätten die richtig dramatischen Höhepunkte einen größeren Effekt gehabt. So war es manchmal etwas anstrengend, weil der Gedanke aufkam „Ach.. schon wieder“, das war etwas schade.
Fazit:
Mein Fazit ist, dass es es eine spannende Geschichte ist, bei der mir jedoch durch zu vielen dramatischen Vorfälle letztendlich eine richtige packende große Dramatik gefehlt hat. Außerdem lag der Schwerpunkt des Ladythrillers eher auf der Liebesgeschichte als auf dem Thriller, die ich an der Geschichte wirklich mochte. Somit bekommt die Geschichte von mir 3 von 5 Sternen, da ich sie sehr gerne und – als ich dann Zeit hatte – sehr schnell durchgelesen habe, mich jedoch nicht ganz so überzeugen konnte wie „Blutpsalm“, mein anderes Rezensionsexemplar der Autorin.

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