Illuminae: Die Illuminae Akten_01 – Amie Kaufman & Jay Kristoff

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„Das Universum schuldet dir nichts, Kady.
Es hat dir schon alles gegeben.
Es hat lange vor dir existiert,
und es wird dich noch sehr lange überdauern.
Es wird dich noch sehr lange überdauern.
Es wird sich nur an dich erinnern,
wenn du etwas Erinnerungswürdiges vollbringst.“
– S. 570


Inhalt:
Kady und Ezra denken, das schlimmste an diesem Tag ist, dass sie sich nach einem riesigen Streit voneinander getrennt haben. Als dann jedoch eine Flotte der Firma BeiTech den Planeten, auf dem die Kolonie der beiden siedelt, angreift, merken sie, wie klein ihre Probleme bisher gewesen sind. Gerade so schaffen sie es noch, sich in Sicherheit zu bringen und landen dabei auf zwei unterschiedlichen Raumschiffen, Kady auf dem Forschungsschiff Hypatia und Ezra auf dem stark angeschlagenen Kampfschiff Alexander, das von der künstlichen Intelligenz AIDEN gesteuert wird.
In Sicherheit sind sie dadurch jedoch noch lange nicht, denn die Rettung liegt über 6 Monate entfernt und das letzte und größte verbliebene Kampfschiff von BeiTech, die Lincon, verfolgt die drei langsameren Schiffe, um die Überlebenden und die mit ihnen einhergehenden Beweise endgültig zu vernichten. Als wäre dies noch nicht genug, breitet sich ein durch eine Biowaffe ausgelöstest Virus immer weiter aus, außerdem verhält sich AIDEN, der für die Abwehr, den Antrieb und die Kontrolle des Schiffes unabdinglich ist, immer seltsamer und unvorhersehbar…


Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich bei einem während des Frankfurter Buchmesse stattfindenden Gewinnspiel des dtv gewonnen und bedanke mich ganz herzlich dafür!

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Cover:
Das Cover finde ich persönlich richtig cool! Es springt einem durch die Farbe sofort ins Auge und doch ist es ein angenehmer rot-orange Ton, nicht penetrant. Es sieht ein wenig so aus, als wären Explosionswolken abgebildet, doch das fällt erst auf den zweiten Blick auf. Was sofort ausfällt, sind die durchsichtigen Felder, durch die man Sätze sieht, die auf dem Buch selbst geschrieben sind und nicht auf dem abnehmbaren Einband. Das und der Aktenauszug, geschmückt mit großen geschwärzten Auszügen und handgeschriebenen Kommentaren, der unter dem Einband zum Vorschein kommt, sorgen für Spannung und etwas Geheimnisvolles. Es ist eindeutig sehr einfallsreich und interessant. und es macht sich gut im Regal.

Schreibstil:
Der Inhalt des Buches erinnert ebenso wie das Cover an eine Akte, die gefüllt ist mit den unterschiedlichsten Beweisstücken. Chat- und Mailverläufe, Tagebucheinträge, Zusammenfassungen von Überwachungsmaterial, Einsatzberichte usw. Mir hat das sehr gefallen, denn es ist abwechslungsreich und etwas neues, unkonventionelles.
Der Schreibstil selbst ist flüssig und angepasst an die jeweiligen Personen, da man durch die verschiedenen „Quellen“ immer wieder wechselnde Erzähler vorliegen hat. Kreativ finde ich, dass beleidigende Ausdrücke immer zensiert dargestellt sind. So sind diese vorhanden und der Kreativität, welcher Ausdruck dahinter steckt, sind keine Grenzen gesetzt.

Charaktere:
Ich mochte sie, da ich sie als tiefgründig und originell empfunden habe. Kady ist alles andere als das typische Mädchen. Eine vollkommen unromantische, freche, selbstbewusste Hobby-Hackerin mit pinken Haaren. Etwas respektlos, aber mit starkem Gerechtigkeitssinn. Gleichzeitig hat sie unter dieser harten Schale aber einen weichen Kern, den sie nicht zu zeigen bereit ist. Ihr Ex Ezra hingegen ist auf den ersten Blick ein selbstbewusster, cooler Athlet, in Wahrheit jedoch ein echter Romantiker – wie Kady sagt – „ein echter Softie“. Auch in ihm steckt deutlich mehr, als man am Anfang vermuten würde. Die beiden ergänzen sich sehr gut durch ihre Unterschiede und ihre Gemeinsamkeiten, wie ihre Sturheit.
Was mir allgemein an den Charakteren gefallen hat, war die Komplexität. Man wusste nicht so recht, ob man sie nun als böse oder als gut ansah, ob man sie verstand und mochte oder sie für ihre Handlungen verachtete. Wie im echten Leben gab es oft einfach kein abgegrenztes Schwarz oder Weiß sondern viele, viele Grautöne.

Story:
Wie ihr sicherlich bemerkt habt, handelt es sich um eine Dystopie. Die Story ist unglaublich vielseitig. Es passiert sehr viel, was am Ende doch zusammenläuft. Für mich war es aber nicht zu viel. Es sorgte für ein fesselndes Gefühl der Spannung, weshalb ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Anfangs hat man den Kopf voller Fragen, weil alles so undurchsichtig scheint und je weiter man liest, desto mehr klart es auf, während neue Fragen hinzukommen. Man versucht sich Gedanken darüber zu machen, wer nun wirklich böse ist, was hinter irgendwelchen Andeutungen stecken könnte, doch auch wenn einiges zu erwarten war, so gab es doch viele unerwartete Pottwists.
Einige kleine Abschnitte, hauptsächlich die, die in Form einer Kameraüberwachungsmitschrift erzählt sind, sind etwas langatmig und einige Kleinigkeiten typisch/klischeehaft, aber beides hält sich in Grenzen.

Fazit:
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und es war eindeutig ein super Einstieg für mich heraus aus meiner ‚Lesepause‘ nach der Klausurenphase und heraus aus meiner Unlust auf Dystopien. Einige Dinge waren natürlich etwas unrealistisch, was manche Leser stört, mir jedoch nur bedingt etwas ausmacht, da das einfach ein Teil von Fantasybüchern und Dystopien ist.
Dementsprechend kriegt das Buch von mir 4 von 5 Sternen und ich empfehle auf jeden Fall, es zu lesen!

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4 /5
599 Seiten
ISBN: 978-3-423-76183-3
Verlag: dtv

Gebunden: 19,95€
E-Book: 16,99€

4 Gedanken zu “Illuminae: Die Illuminae Akten_01 – Amie Kaufman & Jay Kristoff

  1. Pingback: Monatsrückblick Februar 2018 | Iri's World of Books

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