Jahresrückblick 2016


Bereits seit einigen Tagen hat das neue Jahr begonnen. Wie verlief es bisher bei euch? Seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht, eher so geschlittert oder doch mehr gestolpert? Ich bin wirklich entspannt und schön mit der Familie rein gekommen und erinnere mich auch gerne an das Jahr 2016 zurück. Nur bin ich erstaunt, wie schnell es vorbei ging!

Anfang des Jahres habe ich einen Tag gemacht: 6 Buchvorsätze für 2016
Von den 6 vorgenommen Büchern habe ich leider nicht alle gelesen dieses Jahr, doch ich bin überrascht, dass ich, obwohl ich mich nicht mal mehr an den Tag erinnert habe, 4 der 6 Bücher gelesen habe. Die letzten zwei werden im Jahr 2017 auch noch! 😀

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FBM16 – Ein Rückblick

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Tja, nun sitze ich hier, eingekuschelt in meine Decke, nachdem ich durch den Fehlenden Schlaf der letzten 3 Tage bis 12 Uhr geschlafen habe und blicke mit Wehmut auf das Wochenende zurück, denn schließlich hatte dieses gleich zwei wundervolle Höhepunkte! Einmal meinen ersten Besuch bei der Frankfurter Buchmesse und einmal natürlich, dass meine beste Freundin erneut ihren Weg nach Gießen gefunden hat! 😀 Leider hat jedoch alles ein Ende, doch immerhin die schöne Erinnerung (und viele schöne Fotos und Mitbringsel) bleibt.


Freitag

Am Freitag musste ich, nachdem ich am Vorabend erst um 6 ins Bett kam (feiern mit Freunden,) nach 3 Stunden Schlaf bereits um 9 wieder aufstehen und heim fahren, da ja noch aufgeräumt werden musste, schließlich kam Isa (Isas Bücherregal) heute! Mit meinem kleinen roten Honda ging es dann zum Bahnhof und mit der besten Freundin im Schlepptau zurück. Als kleines Geschenk für die Gastfreundschaft meiner Eltern, die bereit waren über das Wochenende ein 4. Kind aufzunehmen, gab es von ihr Tee. Tja, sie weiß halt, wie Tee verrückt meine Eltern und ich sind 😀
Nach vielen wichtigen beste Freundinnen Themen ging es dann viel zu spät ins Bett, mit großer Vorfreude auf die am nächsten Tag anstehende Messe!

Samstag

Gott, waren wir müde! Doch weiterschlafen war nicht drin, denn man wollte schließlich zur Frankfurter Buchmesse! Man hatte viel geplant und freute sich auf die Bücher, die Verlage, die Autoren und das Treffen mit anderen Bloggern. Deshalb ging es dann um kurz nach 8 zum Bahnhof, um den Weg nach Frankfurt anzutreten.
Meine erste Reaktion auf die riesigen Messehallen war großes Staunen. Ich war schließlich noch nie bei einem Konzert (nur einmal bei einem Auftritt des Comedians Luke Mockridge!) und komme schließlich aus einer Stadt die (ohne Dörfer) gerade so auf 2600 Einwohner kommt. Und dann die Buchmesse mit ihren rund 300.000 Besuchern! 😀 Mit großen Augen wurde sich umgesehen und versucht, dabei nicht allzu sehr geschubst oder überrannt zu werden. Außerdem musste man es ja auch irgendwie hinkriegen, sich nicht zu verlaufen.

wp-1477312990717.jpgAuf Isas Bitten hin, wollten wir nämlich eigentlich zum ARD Interview mit Daniela Katzenberger im Forum, das wir einfach nicht finden konnten. Eine ganze Stunde hat es gedauert, bis wir da ankamen, wo wir hin wollten und die ARD-Bühne mit der Katzenberger vor der Nase hatten. Danach ging es für mich zurück in Halle 3.0 zur Signierstunde von Isabel Abedi, während Isa dort blieb, um ein Autogramm von der Katze zu ergattern. Das wurde dann ja leider nichts, da diese nach einer halben Stunde das ganze ziemlich schnell abbrach, weshalb Isa sich zu mir gesellte und sich lieber ein Autogramm von der Autorin geholt, die deutlich mehr Geduld hatte. Ich habe nach 45 minütigem Anstehen ein goldenes Autogramm in meine Ausgabe von „Die längste Nacht“ erhalten, sowie die Autogrammkarte auf dem Foto oben.
Danach war eigentlich schon die nächste Aktion geplant: „Wie schreibe ich ein Buch“. Doch die wurde leider abgesagt, weshalb wir Zeit hatten, uns hinzusetzen, zu verschnaufen und unsere am Vortag selbst belegte Pizza zu essen. Die eigentlich geplante Veranstaltung „Studiengangspäsentationen“ ließen wir dann auch sausen und sahen uns lieber etwas um, was sich jedoch als deutlich schwieriger erwies, als es sich anhört. Zwischenzeitlich war ich fast davon überzeugt, gleich auszuticken, weil man so eingequetscht war! Vor allem, wenn man das erste Mal die Messe besucht, ist das natürlich schwer, da es noch schwerer war, sich etwas anzusehen.

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Bild von Mareike

Naja, letztendlich war es aber trotz meines tödlich schmerzhaften Rückens ziemlich schön, denn nachdem Isa bei der Signierstunde der Conni Autorinnen anstand (ich habe währenddessen in das Buch „Alles, was ich sehe“ reingelesen), stand auch schon das Bloggertreffen an! Das Treffen der „Guardians of the Books“! Dort trafen wir unter anderem auf Charline, Emily, Anna, Cara und Mareike, mit denen wir auch gleich Visitenkarten ausgetauscht haben. Dort wurde sich reghaft über Blogs, Bücher und das Leben an sich ausgetauscht, bis man sich dann leider von einigen Verabschieden musste.

wp-1477334237621.jpgEinige blieben uns jedoch noch erhalten und begleiteten uns zur Veranstaltung „Bookster Bloggen: Ein Tutorial“. Auch wenn mir die meisten Sachen schon bekannt waren, so gab es sogar doch einige neue Sachen, die man mitnehmen konnte, auch wenn ich zugeben muss, dass wir nicht so gut zugehört haben, wie man es eigentlich tut. Doch es gab mit den dort neu getroffenen Bloggern Saskia von Who is Kafka, Michaela von wp-1477335398062.jpgBücherschmöker, Laura von Medienmädchen und Belle von Stehlblüten eben noch so viel zu besprechen! Am Ende gab es dann noch ein Foto sogar mit Philip von Book Walk, einem der Blogger, die bei der Veranstaltung Tipps gegeben haben und die befragt wurden.

Irgendwann war es dann leider doch Zeit heim zu fahren und sich erschöpft ins Bett zu begeben (früh schlafen gehen wurde auch diesmal nichts), sodass man am nächsten Tag wieder einigermaßen die Energie für den 2. Tag auf der Buchmesse hatte. 😀

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Sonntag

wp-1477334248718.jpgTag zwei auf der Buchmesse! Diesmal kennt man sich schon deutlich besser aus und hat schon etwas Erfahrung. Es ist zwar immer noch total voll und man wird angerempelt, doch nun wissen wir was wo zu finden ist und wie man einigermaßen klar kommt. Außerdem kann man heute ja auch noch Bücher kaufen! Großer Vorteil. Der Hauptgrund aus dem Isa und ich am Sonntag zur Buchmesse sind, war die Signierstunde bei Kerstin Gier. Doch wir hatten nicht mit einer sooo langen Schlange gerechnet! Sie ging durch die ganze Halle!!! 2 ½ Stunden standen Isa und ich an, um das Autogramm zu bekommen und damit gilt mein größter Respekt dieser wundervollen Autorin. Die eigentliche Signierstunde sollte von 10-11 gehen. Laut Fischer Verlag Mitarbeitern wollte sie bis 12 bleiben. Um 12.30 signierte sie immer noch und das bis ca. 13 Uhr! Das nenne ich Fan-Liebe und Durchhaltevermögen. Außerdem war der Verlag so nett und hat die in der Schlange wartenden mit Schokolade versorgt sowie zum Ende hin sogar kleine Schlüssel passend zu den Silber-Büchern von Kerstin Gier verteilt. Außerdem hatten wir mit einigen anderen Wartenden und Mareike, die solidarisch mit uns gewartet hat, obwohl sie kein Autogramm wollte, wundervolle politische Diskussionen geführt, die uns etwas die Zeit vertrieben haben.

wp-1477334783767.jpgErschöpft vom Warten und Stehen, aber total Glücklich schlenderten wir dann durch die Buchmesse. Schauten uns die Bücher der Verlage an, suchten welche, die uns interessieren, und verteilten an einige auch Visitenkarten. Dabei wurden Isa und ich beide um ein Buch reicher, da wir uns „begin again“ von Mona Kasten zulegten. wp-1477338642517.jpgJedoch blieb dies nicht das einzige Buch, denn zusätzlich dazu bekamen wir vom Oetinger Verlag das unverkäufliche Leseexemplar von Secret Fire – Die Entflammte von C. J. Daugherty. Und um den Tag abzurunden, trafen wir auf die Booktuberin, die Isa schon seit Sonntag gehofft hatte, zu treffen: Jessy von MelodyofBooks! Nach all dem, war der Tag wirklich gefühlt perfekt, und wir konnten glücklich den Weg nachhause antreten.  Dort wurde sich dann von Isa verabschiedet, denn sie musste Gießen ja leider wieder verlassen und zurück nach NRW. Bleibt zu hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder die Möglichkeit bekommen, dabei sein zu können, vor allem in der Woche, wo weniger los ist und man sich in Ruhe mehr ansehen kann.


Wer von euch war auch bei der Buchmesse und war vielleicht sogar in der Nähe und was habt ihr so unternommen? 

Dark Love: Dich darf ich nicht finden – Estelle Maskame

DSC_0063„Dreihundertneunundfünfzig Tage.
So lange warte ich nun schon.
Ich habe jeden einzelnen Tag gezählt.
Es ist dreihundertneunundfünfzig Tage her,
seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe.“


Vorsicht! Dies ist der 2 Band der Dark Love – Reihe.
Somit enthält dieser Beitrag Spoiler!

Inhalt:

Ein Jahr ist es her, dass Eden ihren Stiefbruder Tyler das letzte Mal gesehen hat. Genauer gesagt dreihundertneunundfünzig Tage. Sie hat jeden davon gezählt, denn jeder Tag bringt sie Tyler ein wenig näher, der sie für den Sommer zu sich nach New York eingeladen hat. Obwohl sie mittlerweile mit Dean, Tylers bestem Freund, zusammen ist, besteht die heimliche Liebe zu ihrem Stiefbruder noch immer und flammt, als sie in New York ankommt, sofort wieder auf, als sie in seine smaragdgrünen Augen sieht.
Trotzdem versucht sie weiterhin, nicht mehr in ihm zu sehen als einen Bruder und einen Freund,  doch desto mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr er ihr von New York zeigt, desto klarer wird, dass sie die Gefühle zu Tyler nicht ignorieren oder verdrängen kann. Doch er ist immer noch ihr Stiefbruder und da ist außerdem noch Dean…

Meine Meinung:

Mich hat dieser Teil der Reihe eindeutig positiv überrascht. Nachdem ich beim ersten Teil zwar an der Story großen Gefallen gefunden habe, jedoch von den Charakteren nicht wirklich überzeugt war, hatte ich hier das Gefühl, dass die Autorin sich in diesem Sinne auffallend verbessert hat. Sowohl Tyler als auch Eden sind reifer und nicht mehr so anstrengend wie im ersten Teil und auch die Nebencharaktere haben mich hier nicht mehr so aufgeregt, wie im 1. Teil, hier waren sie mir sogar sympathisch.
Eden hat deutlich an reife gewonnen und zeigt mehr Sicherheit in ihre eigene Meinung und in ihre Entscheidungen, das fiel mir eindeutig positiv auf, da das etwas war, was mich im ersten Teil stark gestört hat. Ein etwas übertriebener Zug ist jedoch geblieben, der mich an ihr gestört hat und das ist ihre unnatürliche Eifersucht, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Wie kann sie eifersüchtig auf ein Mädchen aus Tylers Umfeld sein, von dem er mehrere Male wiederholt, sie sei nur eine Freundin, wenn SIE die mit dem Freund ist und auch nicht mit Tyler zusammen ist und auch nicht mit Dean Schluss macht? Das fand ich ziemlich albern und dämlich von ihr, ohne diesen Zug wäre sie mir hier sogar richtig sympathisch geworden!
Von Tyler hingegen war ich richtig begeistert. Seine Entwicklung ist deutlich zu sehen. Er ist ausgeglichener und offener, aber doch noch Tyler, nur ohne die ätzende Arschloch Schale. Er ist mir hier (bis auf das Ende) sogar der deutlich sympathischere der beiden Protagonisten.
Auch die Nebencharaktere fand ich diesmal besser gestaltet. Vor allem Emily, eine Freundin von Tyler, hat mir echt gut gefallen, umso mehr hat mich der lange andauernde Hass Edens ihr gegenüber aufgeregt, da sie auch nie etwas getan hätte, um diesen heraufzubeschwören! Auch seinen WG-Kumpel Snake mochte ich. Seine exzentrische aber witzige Art hat immer für etwas Abwechslung gesorgt. Mit Rachel werde ich wohl nie wirklich warm, doch ich fand sie in diesem Teil zumindest etwas besser als im ersten. Sie schien mir eher wie eine Freundin, wobei wir gewisse Stellen mal herausnehmen. Was ich jedoch wohl nie verstehen werde ist, wie und wieso sie weiterhin mit Tiffani befreundet sein kann?! Die zickige, diabolische, durchgeknallte Tiffani, die die typische Antagonistin darstellt und über die sie selbst im ersten Teil des öfteren gelästert hat. Aber obwohl sie weiß, was sie angestellt hat und wie zwielichtig sie ist, hält Rachel weiter zu ihr. Vielleicht bin ich auch einfach die falsche Art Mädchen, um das zu verstehen. 😀
Die Story fand ich spannend und auf jeden Fall wirklich romantisch, weil die Gefühle zwischen Tyler und Eden wirklich gut rüber kamen, was auch dem Schreibstil der Autorin zu verdanken ist, der sich flüssig lesen ließ und viel Wert auf Emotionen legte. Dieser Teil war nicht so super dramatisch wie der erste, doch das werte ich positiv, da ich die ganzen Partys eher übertrieben fand. Hier hielten sich die Partys im normalen Rahmen, man konnte New York erkunden und der Fokus lag eher auf der tragischen Liebe, wobei zum Ende hin wieder etwas dramatische Spannung hinzukommt.


Achtung Spoiler
Eine Kleinigkeit habe ich leider immer noch nicht ganz verstanden, da sie für mich keinen Sinn ergibt. Als sie von Tiffani erpresst wird, mit Tyler Schluss zu machen, wieso erklärt sie ihm auf dem Dach nicht zuerst, was Sache ist und sie tun dann nur so, als ob sie sich trennen?? Die Trauer kann sie dann schließlich spielen und zum Teil wäre sie ja sogar echt, da sie sich dann wieder von ihm fernhalten müsste. Vielleicht kann mir das ja auch einer von denen, die es gelesen und verstanden haben, erklären. Für mich ist dies eher ein Logikfehler.


Alles in allem war dieser Band besser als der 1. und die Story mag ich noch immer, doch die Charaktere können mich einfach nicht vollkommen überzeugen (bis auf Tyler :D), deshalb gibt es lediglich 3 1/2 von 5 Sternen.


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1/2/5

Broschiert: 9,99€
E-Book: 8,99€

Dark Love 1: Dich darf ich nicht lieben – Estelle Maskame

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“ Also scheißt drauf, was andere über euch oder eure Entscheidungen sagen.
Wenn ihr schwul seid, verdammt, dann nehmt es an und genießt es.
Wenn ihr ein Farbgeschäft aufmachen wollt,
dann macht verdammt nochmal euer Farbgeschäft auf.
Unterdrückt nicht euer wahres Ich.
Nehmt euch nicht zurück.“


Inhalt:

Eden ist 16 und lebt mit ihrer Mutter in Portland. Ihr Vater hat sie vor einiger Zeit verlassen, weshalb sie für diesen nichts mehr außer Abneigung übrig hat. Deshalb will sie zuerst eigentlich auch absagen, als dieser sie plötzlich, nach Jahren des nicht Meldens über den Sommer zu sich und seiner neuen Familie nach Santa Monica einlädt. Sie will eigentlich gar nichts mehr mit ihm zu tun haben, doch die Aussicht auf einen Sommer in Los Angeles am Strand und bei tollem Wetter lässt sie trotzdem überlegen. Ausschlaggebend sind dann jedoch komplizierte Verhältnisse mit ehemaligen Freunden bei Eden zuhause, die sie den Sommer dann sogar lieber bei ihrem Vater als zuhause verbringen lassen. Dort lernt sie ihre 3 neuen Stiefbrüder kennen, einer davon der 17-jährige Taylor. Taylor, mit den smaragdgrünen Augen, dem guten Aussehen und dem größten Arschlochverhalten, das Eden je gesehen hat. Er stößt jeden von sich, feiert exzessiv und gibt auf jeden einen Scheiß, außer auf seine Bedürfnisse, weshalb auch Alkohol und Drogen keinen wundern. Eden jedoch sieht nach einer Weile, dass mehr hinter dem Arschloch Tyler steckt, als die meisten sehen und das er irgendetwas vor der Welt versteckt, was sie unbedingt ergründen möchte. Dadurch kommen die beiden Stiefgeschwister sich immer näher, jedoch nicht auf die Art und Weise, wie es für ‚Bruder‘ und ‚Schwester‘ angebracht wäre…

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mir meine 15-jährige Schwester die ganze Zeit empfohlen, ließ mich jedoch im Zwiespalt zurück und das hat mehrere Gründe. Aber fangen wir vorne an.

Das Cover fand ich wirklich schön, es ist eher schlicht, durch die Streifen mit den Bildern, doch sehr ansprechend, auch wenn ich eher nicht zu den Personen gehöre, die Personen auf den Covern mögen, unter anderem dadurch, dass sie oft nicht meiner Vorstellung entsprechen. Der Typ auf dem Cover hat beispielsweise die falsche Augenfarbe! Tylers Augen sind schließlich  grün! Aber das Cover ist eigentlich oft nichts, was groß in meine Bewertung mit einfließt und letztendlich ist es ja auch kein so großes Ding, ich kann damit leben. 😀
Kommen wir zum Schreibstil. Diesen fand ich wirklich gut, man merkt an dieser Stelle der Autorin das Alter, mit dem sie das Buch begonnen hat – 13 Jahre – gar nicht an (auch wenn das bei einem übersetzten Buch eher schwieriger festzustellen ist) und es ließt sich sehr schnell und flüssig, ohne dass man ins Stocken kommt oder Verständnisprobleme aufkommen. Dass das Buch in der Form des Ich-Erzählers geschrieben ist, ist für mich persönlich natürlich ein weiterer Vorteil, da das meine Lieblingsperspektive ist.
WO man der Autorin jedoch das Alter sehr wohl angemerkt hat, waren die Persönlichkeiten einiger Charaktere, vorne mit dabei die der Protagonistin Eden. Ich denke, wie die Meinung hier ausfällt, hängt wohl auch vom Alter des Lesers ab, da meine  15-jährige Schwester das Buch einfach toll fand und auch mit der Persönlichkeit ein deutlich geringeres Problem gehabt hatte, als ich mit 18. Ich fand Eden war einfach viel zu kindisch. Sie hat viel zu oft viel zu widersprüchlich gehandelt und schien selbst nicht genau zu wissen WAS sie eigentlich will. Alles schien irgendwie doof, aber sie macht trotzdem mit und es scheint ihr doch nicht so sehr zu missfallen, was will sie nun? Dieses unreife Verhalten hat dafür gesorgt, dass ich mich nur schwer mit Eden anfreunden konnte und auch eher im 2. Buch als im 1.
Was mich am aller, aller meisten gestört hat, waren die Nebencharaktere. Das hat den Grund, dass ich sie einfach alle viel zu oberflächlich fand, bis auf eine Ausnahme. Sie waren das Klischee der 16-jährigen LA Mädels: Shoppen, Feiern, Sex und mich nervt sowas. Was ich nicht verstanden habe war, dass Eden das eigentlich auch nervt, zumindest sagte sie das immer, doch die Clique wurde trotzdem zu ihrem neuen Freundeskreis in LA und sie kam trotzdem zu jeder Party mit, obwohl sie Partys doch so hasst. Natürlich sind Freunde manchmal so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch hier war es eher so, dass sie plötzlich dabei war, obwohl sie alle anders waren und sie das eigentlich gar nicht leiden konnte. Hinzu kam die hierarchische Ordnung in der Clique, an deren Spitze Tiffany stand, über die zwar alle irgendwie gelästert haben, auf die aber trotzdem alle hörten: Eh, Ok? Vielleicht bin ich auch einfach zu wenig Zicke oder ‚In‘ um das zu verstehen. 😀
Komme wir zu dem Nebencharakter, der mir gefallen hat: Dean, Tylers besten Freund. Ihn empfand ich mit Abstand am nettesten und authentischen in Edens neuem Freundeskreis, einfach, weil er nicht so übertrieben schien. Er war nett, hilfsbereit, charmant und da wenn man ihn braucht ohne dabei den typischen Party-Typ raushängen zu lassen, auch wenn er gleichzeitig auch sehr gerne auf Partys ging, feierte und trank.
Was ich außerdem gut fand, war, dass die Story eine gewisse Tiefe hatte, die sich jedoch hauptsächlich auf Tyler bezog. Denn dass das Arschloch eine alles andere als schöne Vergangenheit hat, wird uns und Eden ziemlich schnell klar, da er immer wieder von Ablenkung spricht. Letztendlich war es das, was dafür gesorgt hat, dass Tyler mir dann doch sympathischer wurde, denn am Anfang fand ich ihn zum Kotzen, doch das ist ja der Sinn eines Bad Boys mit weichem Kern, deshalb ist dies auch kein Kritikpunkt. Diese Tiefe verleiht der Story nochmal mehr Spannung und erzeugt eine tiefe Verbindung zwischen Eden und Tyler, die ich sehr schön fand. Allgemein waren mir die beiden am sympathischsten, wenn sie zusammen waren, Tyler schien weniger Arschloch, Eden schien etwas reifer.
Alles in allem gebe ich dem 1. Teil der Reihe 3 von 5 Sternen (gerade noch so), da mich die Story an sich dann doch noch überzeugt hat, denn der Spannungsaufbau war nicht schlecht und es war gut geschrieben. Außerdem habe ich mir vom 2. Teil etwas mehr versprochen und wurde nicht enttäuscht, da die Autorin da deutlich reifer war, was man ihren Charakteren anmerkt, doch die Rezension zu Band 2 kommt noch!

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3/5
445 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Broschiert: 9,99€
Kindle: 8,99€