Jahresrückblick 2016


Bereits seit einigen Tagen hat das neue Jahr begonnen. Wie verlief es bisher bei euch? Seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht, eher so geschlittert oder doch mehr gestolpert? Ich bin wirklich entspannt und schön mit der Familie rein gekommen und erinnere mich auch gerne an das Jahr 2016 zurück. Nur bin ich erstaunt, wie schnell es vorbei ging!

Anfang des Jahres habe ich einen Tag gemacht: 6 Buchvorsätze für 2016
Von den 6 vorgenommen Büchern habe ich leider nicht alle gelesen dieses Jahr, doch ich bin überrascht, dass ich, obwohl ich mich nicht mal mehr an den Tag erinnert habe, 4 der 6 Bücher gelesen habe. Die letzten zwei werden im Jahr 2017 auch noch! 😀

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Findet Dorie

Dorie: „Ich habe mich an was wichtiges erinnert!“
„An was denn?“
Dorie: „Meine Mutter, mein Vater! Wir müssen los…!“


Inhalt:

Dorie, der gelb blaue Fisch, der Marlin bei der Suche nach seinem Sohn Nemo eine so große Hilfe gewesen ist, ist eigentlich ein fröhlicher, aufgeweckter und optimistischer Fisch. Sie hat jedoch ein kleines Problem. Ihr nicht existierendes Gedächtnis.
Bereits bei der Suche nach Nemo ist dies schon ein Hindernis gewesen, das es zu überwinden gegolten hat, doch ein Blick in Dories Vergangenheit – in die Zeit vor Nemo und Marlin – zeigt, dass die quirlige Dorie schon als kleiner Fisch damit zu kämpfen gehabt hatte. Jedoch hat sie ihre Eltern immer als Stütze um sich wissen können. Sie haben Hilfe geleistet wo sie konnten und sich um ihre Tochter gekümmert.
Aber wo sind sie geblieben? Diese Frage stellt sich auch Dorie, als sie ein plötzlicher Flashback ereilt, der die Erinnerung an ihre Eltern wieder wachruft. Sie hat doch eine Familie! Und die gilt es nun zu finden! Denn Dorie erinnert sich zwar noch lange nicht an alles, doch sie fühlt in ihrem Inneren eins ganz genau: Sie vermisst ihre Eltern fürchterlich und sie gehört zu ihnen…

Meine Meinung:

Wie lange wurde dieser Film angepriesen, wie lange haben wir gewartet, 13 Jahre! Denn „Findet Nemo“ ist schließlich eine ganze Weile her. 😀 2003 kam er heraus und soweit ich mich erinnere, war es der erste Film, den ich im Kino gesehen habe. Ein echter Meilenstein also.
Schon damals war die witzige Dorie ein allseits beliebter Charakter, der diesen besonderen Charme des so perfekt unperfekten hatte. Sie kann sich kaum etwas für länger als für ein paar Sekunden merken und hat doch so viele Talente. Das Witzige: Sie ist sich selbst nie so ganz sicher, welches Talent nun wirklich Talent und welches einfach nur eine durchgeknallte Idee ist. Am Ende ist es meistens eine Mischung aus beidem. Der Grund, wieso ich Dorie so mag, ist eben dieser. Dass immer wieder gezeigt wird, dass selbst ein Fisch, der nicht mal ein Gedächtnis hat, von Bedeutung ist, etwas bewirken kann, etwas besonderes ist.
Interessant an „Findet Dorie“ war, dass all das, was Dorie in „Findet Nemo“ scheinbar unzusammenhängend gesagt oder getan hat, nun plötzlich einen Sinn gemacht hat. Wie ein Puzzle, das man zusammengesetzt hat. „Einfach Schwimmen, einfach schwimmen…“(Na, wer singt es beim Lesen? :D) hat eine bestimmte Herkunft und ihre Begabung für die Sprache der Wahle kommt ebenfalls aus der Kindheit! Man sieht, wie selbst etwas, an das man sich nicht erinnert, doch die Persönlichkeit prägt und einen Menschen formt… oder eben einen Fisch.
Marlin, der Arme, wird auch dieses Mal wieder zum Suchenden, jedoch dieses Mal zusammen mit Nemo. Die beiden zusammen sind eindeutig ein gutes Team, alleine schon dadurch, dass Nemo den manchmal etwas zu kritischen und überängstlichen Marlin belehrt und ihm zeigt, dass Vertrauen manchmal so viel mehr ausmacht, als Wissen oder Skepsis. Hier hatten die beiden jedoch eine nicht ganz so wichtige Rolle, auch dadurch, dass viele neue Charaktere ihren Weg in den Film gefunden haben.
Das Gegenstück zur optimistischen, fröhlichen Dorie bildete zum Beispiel der grummlige und pessimistische Oktopus (oder eher Septopus) Hank. Immer am Maulen und am Hetzen und fast am verrückt Werden durch Dories Vergesslichkeit sind die beiden zusammen eine amüsante Kombi, vor allem, weil wir doch alle wissen, dass selbst der größte Griesgram am Ende doch niemals Dories Charme widerstehen kann. Aber es waren natürlich noch einige andere Charaktere, die ich jedoch jetzt nicht alle aufzählen werde. Allgemein kann man sagen, dass einfach jeder eine ganz eigene, besondere Persönlichkeit hatte, die dem Film seinen Witz gegeben hat.
Den Film selbst würde ich im allgemein als einfach süß und witzig beschreiben. Typisch Disney waren für die älteren Zuschauer auch hier wieder viele doppeldeutige Witze eingebaut, wobei es auch an einfach allgemein witzigen Szenen nicht fehlte. Auch mit den einfach herzergreifenden Momenten wurde nicht gegeizt, denn schließlich handelt „Findet Dorie“ von Familie und Liebe und das kam ganz klar super rüber! Vor allem zum Ende hin saß man einfach nur noch ganz gerührt im Kino und wollte am liebsten nur ganz laut „Awww“ ausrufen. Der ein oder andere hat da bestimmt auch ein paar Tränchen zurückhalten müssen. Die Spannung war durch die Reise, die Dorie bewältigen musste, auch hier wieder gegeben, jedoch hätte es da stellenweise für mich noch ein wenig mehr Schwung geben können, da hat mir irgendetwas gefehlt, doch das war so gering, dass es kaum der Rede wert ist.
Alles in allem bekommt „Findet Dorie“ von mir deshalb nicht fünf aber 4 1/2 Sterne für einen schönen Film voller Witz, Charme und Liebe.

 


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img001img001img001img01  4 1/2/5

EmotionenRegie: Andrew Stanton,
Angus MacLane
Drehbuch: Andrew Stanton
Produktion: Lindsey Collins
Verleih: Walt Disney
Länge: 103 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Start: Im Jahr 2016