Unter Frauen; ein WG Roman – Alexander Broicher

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175 Seiten
Verlag: dtv
Taschenbuch: 8,95€
ISBN: 978-3-423-21592-3

„>>Ihr habt alle nur schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht?<<
>>Ja genau. Und jetzt wird es Zeit, dass du gehst.<<
entschied Marion. Langsam wurde es mir wirklich zu viel.
>>Ist ja schon gut. Kannst das Pfefferspray stecken lassen.<< Isabel stemmte die Hände in die Hüfte. >>Was? Schon wieder?<<„

Inhalt:

In Tills Leben läuft alles schief, was nur schief laufen kann. Nach einer Anhäufung von Problemen steht er ohne Wohnung da und sucht dringend eine Wohnung, um nicht ohne Dach überm Kopf dazustehen. Nach mehreren Desastern scheint die perfekte WG gefunden, doch es gibt ein Problem. Er ist ein Mann. Die drei Männern eindeutig negativ gegenüberstehenden Wg-Bewohnerinnen suchen jedoch ausschließlich eine Frau.
Um das Zimmer der traumhaften Wohnung doch noch zu bekommen und die drei so unterschiedlichen Frauen von sich zu überzeugen, behauptet Till etwas, aus dem er so schnell nicht mehr wieder raus kommt. „Ich bin schwul.“ Mit diesen Worten sichert er sich das Zimmer und damit jede Menge Probleme. Wie lange kann er diese Lüge aufrecht erhalten und was passiert mit ihm, wenn die drei Frauen herausfinden, dass sie hintergangen wurden?
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Weihnachten mit den Padderborns – Sandra Pulletz

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90 Seiten

Verlag: Independently published

Taschenbuch: 5,50€
Kindle: 1,99€

„Das ist aber nicht die Mitte!“
Mutters Gesicht schwebt nur wenige Zentimeter über der Torte und kurz stelle ich mir vor, wie es wäre,
ihr einen Schubs zu geben.
Ihr Gesicht würde mitten in der Süßspeise landen.

Inhalt:

Bettina feiert Weihnachten am liebsten in aller Ruhe mit ihrem Mann und ihrem Sohn, denn ein Zusammenkommen mit ihrer gesamten chaotischen Familie bedeutete in aller Regel alles andere als entspannte Feiertagsstimmung. Ihre Schwester Nadine ist eine Perfektionistin, die Mutter der beiden eine notorische Nörglerin und wie das bei Familientreffen nun mal ist, gesehen sich nach einer Weile meistens sowieso alle auf die Nerven. Jedoch kommt sie dieses Weihnachten nicht drum herum zu ihrer Schwester aufs Land zu fahren, die das „perfekte Weihnachtsfest“ bereits seit Monaten plant.
Dieses perfekte Weihnachten droht jedoch schon ziemlich früh zum Desaster zu werden. Die festliche Stimmung hält sich in Grenzen, das Aufstellen des Weihnachtsbaumes sorgt fast für ein Blutbad und das schlimmste: Bettina soll dann auch noch für ihre Schwester das Kochen übernehmen. Doch so aussichtslos wie es auch scheint, ein Fünkchen Hoffnung bleibt doch und vielleicht ist es ja genau der, der das Weihnachtsfest rettet?

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Kleine Scheißer in großen Gärten: Eine Vorstadtmutter schlägt sich durch – Benni-Mama

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„Ben schaut mich prüfend an und sagt: >>Ich glaube, du bist gar kein Mensch und auch kein Tier. Du bist was anderes: Du bist eine Mama!<<„


Inhalt:

Benni-Mama hat die Schnauze voll von der Innenstadt. Die Gespräche auf dem Spielplatz mit den ganzen anderen Mamis, die immer alles besser zu wissen scheinen, die kleine Wohung, in der sie mit Töchterchen Hannah, Sohnemann Benni und Benni-Papa lebt und die Hektik. Jede meint es besser zu wissen und jede will ihre Meinung unbedingt mit allen teilen, das reicht Benni-Mama. Als sie die Möglichkeit bekommt, ergreift sie diese und zieht noch vor dem neuen Jahr in die Vorstadtidylle, in ein Haus mit blauem Dach.
Leider muss Benni-Mama feststellen, dass die traumhafte Vorstellung, die sie von der Vorstadt hat, nicht ganz der Realität entspricht, denn auch in der Vorstadt gibt es Nachbarn und vor allem in einer Neubausiedlung scheinen diese ziemlich unterschiedlich zu sein. Von dem Koikarpfen-Haus, über die reichen Königs und die USA vernarrten Blockhausbewohner bis hin zu der scheinbar perfekten, supiglücklichen Vorstadtfamilie scheint alles dabei zu sein. Eine ziemlich interessante Nachbarschaft wird jedoch noch viel interessanter, wenn man merkt, dass nichts so ist, wie es scheint und irgendwann alles nur noch drunter und drüber geht. Zur Beruhigung hat Benni-Mama aber immerhin immer noch den süßen DHL-Simon, der sich bei den Frauen des Wendehammers großer Beliebtheit erfreut.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat Isa mir angedreht, während ich bei ihr war, weil sie fand, es ist ein tolles Buch für zwischendurch und ziemlich witzig und sie behielt recht.

Vor allem gefallen hat mir der Schreibstil. Locker, super zu lesen, ehrlich und witzig. Man konnte das Buch super zwischendurch lesen und hatte keine Probleme sich zu konzentrieren, da die Sätze nie sehr lang waren und immer einen gewissen Witz hatten, der zu Benni-Mama gepasst hat. Man konnte sich jeden Charakter, den sie beschrieben hat, super vorstellen und über sie lachen. Bei der Vorstellung, wie die Neubausiedlung im Wendehammer aussieht, half außerdem eine kleine Zeichnung am Ende des Buches.
Die Charaktere waren alle sehr vielseitig. Keiner ist perfekt, alle haben ihre kleinen schmutzigen Geheimnisse, die einen zum überraschten Staunen oder Schmunzeln bringen und doch ist keiner von ihnen zu kompliziert für eine witzige Geschichte, die sogar trotz ernsterer Momente den Witz nicht verliert. Klar, es war zwar nicht durchgehend zum Brüllen und manche Stellen waren eher unspektakulär, doch durchgehend witzig zu sein, ist auch eine ziemliche Leistung und kaum möglich.
Am meisten gefallen haben mir die Liebmanns, eine scheinbar perfekte Vorstadtfamilie. Einerseits war Frau Liebmann unglaublich anstrengend, da sie alles verniedlicht (Kleinis, Supi, Blumis usw.), doch das passt auch einfach super zu dieser gefühlt immer fröhlichen Frau. Zwischenzeitlich habe ich mir ja überlegt, ob sie irgendwelche Pillen schluckt. 😀
Ihre Zwillingstöchter sind ihr Gegenteil. Die Grusel-Zwillinge, die meiner Meinung nach auch gut in einen Horrorfilm gepasst hätten, so emotionslos, wie sie oft rüberkommen, bei dem Überschuss an Fröhlichkeit, den die Mutter ausstrahlt, muss ja auch irgendwo der Ausgleich herrschen. :p
Benni-Mama und Benni-Papa stellten die typischen Durchschnittseltern da, die einfach in Ruhe ihre Kinder aufziehen wollen, aber von allen Seiten belehrt werden, vor allem in der Stadt. Mal ist eine der Meinung sie will zu früh wieder anfangen zu arbeiten, dann ist es zu spät, dann ist es überhaupt dumm wieder anzufangen und wie der Garten auszusehen hat, darüber hat natürlich auch jeder eine Meinung, doch immerhin scheinen die Menschen im Dorf weniger abgehoben zu sein und der Krabbelgruppen-Klatsch ist besser als jede Online-Gossip Plattform.
Alles in allem gebe ich dem Buch nach langem überlegen 4 Sterne, da es einfach schön zu lesen ist, witzig und so unkompliziert ist, super für Zwischendurch.

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4 /5
240 Seiten
Verlag: Fischer Verlag

Taschenbuch: 9,99€

Kindle: 9,99€

Tinderella! Geschichten aus dem Singleland – Rosy Edwards

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Tinderella – Geschichten aus dem Singleland von Rosy Edwards

„>>Er ist so ein netter Kerl!<<, sagte Harriet fast vorwurfsvoll und starrt noch immer unverwandt auf ihr Handy. Das sind sie immer. Aber noch bin ich nicht so verzweifelt, dass ich mich auf ein Date mit Craig einlassen würde. Noch nicht“


Inhalt:

Die 27-jährige Rosy wurde von ihrem langjährigen Freund Chris verlassen und wird somit unsanft im Land der Singles zurückgelassen. Doch sie weiß überhaupt nicht mehr, wie man sich dort verhält! Alle ihre Freunde sind in einer glücklichen Beziehung und auch sie wünscht sich nach langer Trauerzeit nun auch endlich einen liebevollen Mann an ihrer Seite. Leider weiß sie jedoch weder, wie man heutzutage neue Leute kennenlernt, noch ist sie wirklich gut im Flirten. Was also tun? Tinder, ist die Antwort auf diese Frage und eröffnet Rosy eine ganz neue Welt! Männer über Männer und jeder nur einen Wisch vom anderen entfernt, fast wie in einem Modekatalog.
Mit Tinder erlebt Rosy so ihre Höhen und Tiefen, darunter so manches ziemlich furchtbare, durchgeknallte aber auch tolle Date. Optimismus verwandelt sich in Frustration und andersrum, doch auch wenn die Auswahl groß ist, den Traumprinzen zu finden, ist gar nicht so leicht, doch vielleicht ist er ja nur einen Wisch weiter?

Meine Meinung:

Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte!
Das Erste, was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, war das Cover. Es ist nicht zu überladen, irgendwie modern, stylisch, eher dezent und es passt einfach. Interessant war auch die Tatsache, dass die Protagonistin über ihre eigene Erfahrungen geschrieben hat, denn am witzigsten ist oft immer noch die knallharte Wahrheit. Ich wolle auf jeden Fall unbedingt wieder mal etwas witziges, erfrischendes lesen, weshalb der Klappentext mich am Ende auch überzeugt hat, dieses Buch anzufragen.
Ich finde, das Buch ist eine schöne Mischung aus manchmal tiefgründigeren Gedanken, witzigen Ereignissen und romantischen Momenten. Die Handlung fließt ziemlich locker, auch wenn mir der Schreibstil manchmal etwas stockend vorkam, er hat mir manchmal nicht so richtig gepasst, da die Sätze an stellen, wo einfache klare Sätze besser gepasst haben, kompliziert formuliert waren (Und ich mag komplizierte Sätze!).
Was Rosy angeht, bin ich zwiegespalten. Vielen ihrer Gedankengänge und Behauptungen habe ich innerlich „Ja, genau so ist es!“-jubelnd zugestimmt, doch nicht selten habe ich mich gefragt, wieso sie etwas tut, es sich so kompliziert macht oder nicht einfach die Wahrheit sagt! Da hat sie mich dann wirklich aufgeregt, am Ende hat sie ja auch die Quittung dafür bekommen. Die restlichen Charaktere waren alle eher oberflächlich gehalten, was aber hier gut gepasst hat, denn es hat Gericht um zu zeigen, wie unterschiedlich sie alle sind, von ihren Dates bis zu ihren Freunden, es kam ganz klar raus, dass jede Person irgendwie einzigartig ist.
Was mir gut gefallen hat, dass man nicht so richtig wusste, wie das Buch nun endet. Der Klappentext wirbt damit, dass etwas „Unerwartetes passiert“, doch was ist das genau? Findet sie die große Liebe, merkt sie, wie toll es ist, Single zu sein, oder merkt sie, dass sie auf Frauen steht oder kommt ihr Ex zurück? Das es nicht so ganz klar war (zumindest empfand ich das so), fand ich gut und das Ende selbst hat mir gefallen, ich war zufrieden damit, auch wenn es kein ganz klares Ende ist, das passt aber zum Buch.
Die Story an sich war… ganz gut, nicht mehr und nicht weniger. Ich habe es gern gelesen, es war witzig und unterhaltsam, doch nichts, was mich umgehauen hat oder ich einfach total witzig und toll fand, wie zum Beispiel „Dann press doch selber, Frau Dokta“, der komödiantischer Erfahrungsbericht einer Frauenärztin. Deshalb kriegt das Buch auch nur 3 Sterne von mir. Gut, aber nicht überragend.

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3/5
412 Seiten
Verlag: Goldmann
Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 8,99€