Plötzlich Fee – Julie Kagawa

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Da ich wegen der Schule kein neues Buch anfangen wollte, entschied ich mich, eine weiteres Mal in die Welt einer meiner absoluten Lieblingsreihen einzutauchen und damit auch in das Feenreich Nimmernie (mir gefällt das Original ‚Nevernever‘ etwas besser, es klingt irgendwie, wie in einem Märchen ^^). Ein weiteres Mal reiste ich mit Meghan durch das erschreckende Reich des Lichten Volks, der seelenlosen Wesen, die man Feen nennt (Jaja. Von wegen Tinkerbell und Lillifee). Was ziemlich schnell auffällt ist, dass der Inhalt nicht ganz so ist, wie man es bei dem glitzernden, schönen und mädchenhaften Covern und dem Titel „Plötzlich Fee“ erwartet hätte. Denn das sogenannte Reich der Feen ist nicht so unschuldig, wie man es sich dank dem üblichen Feenklischee vorstellt. Das zeigt sich alleine schon dadurch, dass die Feen Meghans Halbbruder Ethan entführen, was überhaupt der Anstoß dazu ist, dass Meghan ihre wahre Natur als Halbfee entdeckt. Und nicht nur irgendeine, sondern die Tochter von Oberon, dem Feenkönig des Sommerreiches Arkadia, wodurch sie nicht nur plötzlich Fee sondern auch plötzlich Prinzessin wird.

Auf ihrer Reise durch das Feenreich entdeckt sie ihre Fähigkeiten und, wie sollte es auch anders sein, die Liebe. Bei all dem wird sie von dem sagenumwobenen und aus Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ bekannten Robin Goodfellow begleitet, auch einfach „Puck“ genannt. Dieser hat Meghan, solange sie nichts vom Feenreich gewusst hat, auf Oberons Auftrag hin beschützt und ist als Robbie Goodfell – als ihr bester Freund – ein wichtiger Teil ihres Lebens gewesen. Eine weitere wichtige Person ist der ziemlich unterkühlte und tödliche Winterprinz Ash, dritter Sohn der Königin Mab, die über das Winterreich Tir Na Nog herrscht. Er ist der ehemalige beste Freund von Puck und tritt in „Sommernacht“ als sein größter Erzfeind auf. Dieses Verhältnis verändert sich jedoch vor allem in „Das Geheimnis von Nimmernie“ deutlich (ob positiv oder negativ, erfährt man, wenn man das Buch liest :P).

Ash erster Eindruck ist wirklich ziemlich eindrucksvoll, da er schon ziemlich weit am Anfang Meghan und Puck umbringen möchte und sie deshalb durch den Wilden Wald jagt, das Gebiet zwischen den beiden Königreichen, in dem ständig ein seltsames Zweilicht herrscht. Ash ist es auch, der, aufgrund eines Handels mit Meghan, dieser hilft ihren Bruder zu finden und zu befreien (Versprechen sind für Feen übrigens bindend und falls sie eines brechen sollten, sterben sie, was bei Feen bedeutet, ihr Sein löst sich einfach auf). Dabei, wie sollte es auch anders sein, knistert es zwischen der Sommerprinzessin und dem Winterprinzen gewaltig, doch wie es eben so ist, ist Ash nicht der einzige, der etwas für Meghan empfindet.

Die Liebe muss jedoch ziemlich lange warten, da sich nicht nur eine neue Feenart, die bisher niemand kennt, in Nimmernie ausbreitet, sondern man im Feenreich auch immer aufpassen muss, sich nicht zu verlaufen oder getötet und/oder gefressen zu werden. Eine Lösung gegen das Verlaufen gibt es immerhin, diese nennt sich Grimalkin, ein grauer Feenkater, der sich gerne unsichtbar macht (wer muss da auch sofort an die Grinsekatze aus Alice im Wunderland denken?) und dessen Lieblingserklärung, warum er etwas weiß oder kann „Ich bin eine Katze“ ist. Er zeichnet sich aus durch ein ziemlich großes Selbstbewusstsein, da er sich eindeutig für den intelligentesten in dem Vierergespann hält, was er gerne heraushängen lässt. Wenn er sich unsichtbar macht, ist es meistens ein Zeichen für Meghan, Puck und Ash, die Beine in die Hand zu nehmen und zu rennen oder sich Kampfbereit zu halten.

Es gibt so einiges Wichtiges, was es über die Feen aus „Plötzlich Fee“ zu wissen gibt, doch das alles jetzt hier zu verraten wäre ja 1. langweilig für die, die es noch lesen möchten und 2. eindeutig zu lang. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass der Großteil von ihnen ziemlich gefährlich und gnadenlos ist. Ihre Schwachstellen sind wohl die Tatsache, dass sie nicht lügen können – was sie jedoch mit unglaublich intelligenten und komplizierten Formulierungen ausgleichen – und Eisen.

Was mich an der Reihe fasziniert:

ist so einiges. Vor allem ist es jedoch die Tatsache, dass es irgendwie Ähnlichkeit mit einem Märchen für Erwachsene hat und ich war schon immer ein großer Märchen Fan. Die ganzen verschiedenen Wesen, denen Meghan im Nimmernie begegnet sind faszinierend und das Reich selbst erinnert an ein magisches Wunderland, wobei die ganzen Gefahren, die dort trotz der Schönheit und Faszination zu finden sind, dem ganzen Spannung und den gewissen Schliff verleihen, der dafür sorgt, das man die Bücher nicht aus der Hand legen kann. Einerseits ist man gefesselt von den ganzen unglaublichen Dingen, die dort beschrieben werden und die man versucht sich vorzustellen, andererseits ist man atemlos gebannt von der Spannung, da es scheint, als würde jeden Moment irgendein ungeheuer aus den dunklen Schatten des Wilden Walds herausspringen. Das in Verbindung mit einer tiefgründigen Liebesgeschichte, sind  zwei Faktoren, die mich ein Buch kaum aus der Hand legen lassen (Ein inoffizieller Grund ist, dass ich Ash einfach unglaublich toll finde *-* *seufz*).

Ein dritter Faktor ist, dass die Hauptcharakter sehr tiefgründig gestaltet sind. Ihre Vergangenheit wirkt sich auf die Gegenwart aus und die Geschehnisse verändern sie, wobei dies nicht zu plötzlich von einem Kapitel aufs andere geschieht, was einfach zu künstlich wäre, sondern langsam und stetig über die Bänder hinweg, jedoch noch so, dass es einem auffällt, wenn man darauf achtet. Vor allem Meghan ist für mich unglaublich sympathisch, weshalb es leichter ist, sich in sie hineinzuversetzen. Sie ist eindeutig nicht perfekt, doch das ist es, was das sture, selbstlose und mit jedem Band mutigere Mädchen so sympatisch macht! Im Gegensatz zu manchen anderen Büchern, ist sie nicht das schwache Mädchen, was sich einfach retten lässt sondern nimmt die Dinge selbst in die Hand und ist somit, wie ich finde, auch für das reale Leben ein gutes Vorbild, denn sie ist treu denen gegenüber, die ihr wichtig sind, weshalb sie alles für sie tun würde, setzt ihre Ziele durch, komme was da wolle und hört darauf, was ihr Herz ihr sagt und nicht auf das, was andere ihr vorschreiben.

Da mir dieses Buch einfsch rundum gelungen erscheint, zumindest für jeden, der kein Problem mit ein wenig mehr Fantasy hat, bekommt es von mir 5/5 Sternen.

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 5/5

Gebundene Ausgabe (Band 1-4): 16,99€

Band 5 (Extraband): 12,99€

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3 Gedanken zu “Plötzlich Fee – Julie Kagawa

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